Olympia-Bewerbung
Aufbegehren gegen München 2018
dpa,
22.02.2011 18:40 Uhr
Foto: dpa
München - Stürmischer Gegenwind für München im Schlussspurt um Olympia 2018: Sechs Tage vor dem Besuch der IOC-Prüfer haben Gegner der Bewerbung um die Winterspiele 2018 ihr lange angekündigtes Bürgerbegehren in Garmisch-Partenkirchen gestartet. Hinter der Opposition verbergen sich Vertreter mehrerer Gruppierungen. "Olympische Winterspiele sind zu groß für Garmisch- Partenkirchen", begründete Mit-Initiator und Naturschützer Axel Doering am Dienstag die Aktion gegen die gemeinsame Kandidatur von München, Garmisch-Partenkirchen und Königssee.
"Ich bin fassungslos", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude der "tz". Die Bewerbungsgesellschaft reagierte zurückhaltend: "Es ist nicht unsere Sache zu bewerten, ob dieses Bürgerbegehren zulässig ist. Das müssen die zuständigen Behörden prüfen, sobald die notwendigen Unterschriften vorhanden sind." Olympia sei aber "eine einmalige Chance für einen nachhaltigen positiven Entwicklungsschub für die Region". Unterstützung erhielten die Befürworter von Bundespräsident Christian Wulff. "Was ich dafür tun kann, werde ich tun", kündigte Wulff bei seinem Antrittsbesuch im Freistaat an.
Einen sensibleren Zeitpunkt für das Bürgerbegehren hätten sich die Olympia-Gegner nicht aussuchen können. In der kommenden Woche wird die Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die geplanten Austragungsorte in Augenschein nehmen. Zuvor hatte das elfköpfige IOC-Gremium unter dem Vorsitz der Schwedin Gunilla Lindberg bereits die Münchner Konkurrenten im französischen Annecy und im südkoreanischen Pyeongchang besucht. Der Dreikampf um die Austragung der Winterspiele 2018 wird am 6. Juli im südafrikanischen Durban entschieden.
"Obwohl die Bewerbung München 2018 heißt, wird Garmisch-Partenkirchen im Fall des Zuschlags die Hauptlast der Olympischen Winterspiele 2018 tragen", so Doering, der sich zudem in Netzwerk "NOlympia" engagiert, in einer am späten Montagabend verbreiteten Erklärung das Bürgerbegehren. Im "Snow-Cluster" seien mehr als 50 Veranstaltungen geplant. Dies seien "fast fünfmal so viele" wie bei den erst am Sonntag beendeten alpinen Ski-Weltmeisterschaften.
"Wir haben uns aus diesen Gründen entschlossen, die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen mit einem Bürgerbegehren zu zwingen, die bereits unterzeichneten Verträge auf rechtliche Zulässigkeit zu überprüfen", erklärte Doering weiter. Zuversichtlich zeigte sich auch der grüne Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann: "Ich bin mir sicher, dass wir aufgrund der besseren Argumente die Mehrheit der Garmischer für uns gewinnen und somit die vielen negativen Auswirkungen etwaiger Olympischer Winterspiele in Bayern abwenden können", betonte der Politiker, der auch als "NOlympia"-Sprecher fungiert.
Der Termin für das Vorpreschen der Olympia-Gegner birgt enorme Brisanz. Ein Bürgerbegehren in Garmisch-Partenkirchen, wo sich einige Grundstücksbesitzer weiterhin weigern, Flächen für die Winterspiele in sieben Jahren bereitzustellen, könnte von der IOC-Evaluierungskommission als Minuspunkt gewertet werden. "Ich empfinde es als kurios, so viele Jahre abzuwarten und jetzt plötzlich zu sagen: April, April!", befand Münchens Oberbürgermeister Ude.
Die Initiatoren müssen nun rund 1700 gültige Unterschriften vorlegen, um einen möglichen Bürgerentscheid am Fuße der Zugspitze erzwingen zu können. Sollte der Gemeinderat die Fragestellung als zulässig ansehen, müsste eine Abstimmung innerhalb von drei Monaten erfolgen - also möglicherweise kurz vor der finalen Entscheidung über den Austragungsort der Winterspiele 2018.
"Ich bin fassungslos", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude der "tz". Die Bewerbungsgesellschaft reagierte zurückhaltend: "Es ist nicht unsere Sache zu bewerten, ob dieses Bürgerbegehren zulässig ist. Das müssen die zuständigen Behörden prüfen, sobald die notwendigen Unterschriften vorhanden sind." Olympia sei aber "eine einmalige Chance für einen nachhaltigen positiven Entwicklungsschub für die Region". Unterstützung erhielten die Befürworter von Bundespräsident Christian Wulff. "Was ich dafür tun kann, werde ich tun", kündigte Wulff bei seinem Antrittsbesuch im Freistaat an.
IOC kommt in der nächsten Woche
Einen sensibleren Zeitpunkt für das Bürgerbegehren hätten sich die Olympia-Gegner nicht aussuchen können. In der kommenden Woche wird die Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) die geplanten Austragungsorte in Augenschein nehmen. Zuvor hatte das elfköpfige IOC-Gremium unter dem Vorsitz der Schwedin Gunilla Lindberg bereits die Münchner Konkurrenten im französischen Annecy und im südkoreanischen Pyeongchang besucht. Der Dreikampf um die Austragung der Winterspiele 2018 wird am 6. Juli im südafrikanischen Durban entschieden.
"Obwohl die Bewerbung München 2018 heißt, wird Garmisch-Partenkirchen im Fall des Zuschlags die Hauptlast der Olympischen Winterspiele 2018 tragen", so Doering, der sich zudem in Netzwerk "NOlympia" engagiert, in einer am späten Montagabend verbreiteten Erklärung das Bürgerbegehren. Im "Snow-Cluster" seien mehr als 50 Veranstaltungen geplant. Dies seien "fast fünfmal so viele" wie bei den erst am Sonntag beendeten alpinen Ski-Weltmeisterschaften.
Bürgerbegehren ein Minuspunkt?
"Wir haben uns aus diesen Gründen entschlossen, die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen mit einem Bürgerbegehren zu zwingen, die bereits unterzeichneten Verträge auf rechtliche Zulässigkeit zu überprüfen", erklärte Doering weiter. Zuversichtlich zeigte sich auch der grüne Landtagsabgeordnete Ludwig Hartmann: "Ich bin mir sicher, dass wir aufgrund der besseren Argumente die Mehrheit der Garmischer für uns gewinnen und somit die vielen negativen Auswirkungen etwaiger Olympischer Winterspiele in Bayern abwenden können", betonte der Politiker, der auch als "NOlympia"-Sprecher fungiert.
Der Termin für das Vorpreschen der Olympia-Gegner birgt enorme Brisanz. Ein Bürgerbegehren in Garmisch-Partenkirchen, wo sich einige Grundstücksbesitzer weiterhin weigern, Flächen für die Winterspiele in sieben Jahren bereitzustellen, könnte von der IOC-Evaluierungskommission als Minuspunkt gewertet werden. "Ich empfinde es als kurios, so viele Jahre abzuwarten und jetzt plötzlich zu sagen: April, April!", befand Münchens Oberbürgermeister Ude.
Die Initiatoren müssen nun rund 1700 gültige Unterschriften vorlegen, um einen möglichen Bürgerentscheid am Fuße der Zugspitze erzwingen zu können. Sollte der Gemeinderat die Fragestellung als zulässig ansehen, müsste eine Abstimmung innerhalb von drei Monaten erfolgen - also möglicherweise kurz vor der finalen Entscheidung über den Austragungsort der Winterspiele 2018.
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Die Grünen
wer hätte das gedacht - sie sind mal wieder dagegen. Unglaublich diese Partei. Schlimm, dass ich 15 Jahre grün gewählt habe.
richtig so!
Der Termin ist exakt richtig gewählt. Auch in Garmisch sollten die Politiker bzw NOK und die gierigen Bonzen beim IOC daran gewöhnen daß Entscheidungen nicht mehr über die Köpfe der Betroffenen gefällt werden sollten, besonders dann nicht wenn die in der Mehrheit daggen sind. (Siehe auch S21) Da hilft auch kein Nachhaltigkeitsgequatsche, wenn danach die Wiesen zuzementiert sind, und das IOC leider mit der Kohle für den Rückbau abgehauen ist.
Gestern
waren die noch bei uns und haben vor dem Bahnhof rumgegrölt - sind denn in Bayern auch Wahlen?