KommentarOn-Top-Nutzung im Stuttgarter Norden Buhs statt Beifall

Von Eva Funke 

Die Mitglieder des Bezirksbeirats Stuttgart-Nord fühlen sich in der Diskussion um die künftige Nutzung des On-Top-Geländes nicht ernst genommen. Das ist mehr als verständlich.

Volker Schirner musste sich im Gremium deutlicher Kritik stellen. Foto: Lichtgut/Clara Ketterer
Volker Schirner musste sich im Gremium deutlicher Kritik stellen. Foto: Lichtgut/Clara Ketterer

S-Nord -

Gartenamtschef Volker Schirner konnte einem fast Leid tun, als er die geballte Kritik der Bezirksbeiräte über sich ergehen lassen musste. Doch war es von vornherein klar, dass er mit seinem Vorschlag, auf dem Gelände des ehemaligen Ausfluglokals „On Top“ eine Aussichtsplattform anzulegen, Buhs statt Beifall ernten würde.

Und das nicht zu Unrecht: Die Bezirksbeiräte hatten klare Vorstellungen für die Nutzung der Fläche durch einen Gastronomiebetrieb geäußert. Drei Jahre wurde geplant, und nach den drei Jahren ist das Gartenamt wieder dort, wo es am Anfang war: bei der Nutzung der Fläche als Aussichtsplattform. Das ist unprofessionell.

Dass sich die Bezirksbeiräte bei einem solchen Ergebnis nicht ernst genommen fühlen, liegt auf der Hand – zumal ihre Argumente wie Vermüllung der Aussichtsplattform durch die Besucher des nahegelegenen Perkins Parks nicht von der Hand zu weisen sind.

Das Garten-, Friedhofs und Forstamt muss bei einem neuen Anlauf in Sachen Planung des Geländes schnell zu einem Ergebnis kommen und die dafür notwendigen finanziellen Mittel bei den nächsten Haushaltberatungen beantragen. Das Gelände weitere drei Jahre brach liegen zu lassen wäre eine Zumutung – für den Bezirksbeirat und die Bürger, denen dort der Erholungsraum vorenthalten wird.

Sonderthemen