Online-Banking
Die TAN-Liste hat ausgedient
Christine Pander,
18.01.2011 17:31 Uhr
Der TAN-Code soll künftig per SMS versendet werden. Foto: dpa
""Bei uns kann der Kunde zwischen der TAN-Papierliste und anderen Verfahren wählen."
"
Michael Lerma, Deutsche Bank
Auch wenn es für manche schwer ist, mit den alten Gewohnheiten zu brechen: einen Anspruch auf die Papierlisten hat der Kunde nicht. "Eine Bank kann die Geschäftsbedingungen mit der Zeit ändern. Der Kunde hat die Wahl, das zu akzeptieren. Oder sich im Zweifelsfall eine andere Bank zu suchen", sagt ein Sprecher der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.
Online-Banking soll sicherer werden
Die Banker wollen mit den neuen Verfahren das Online-Banking sicherer machen. Künftig werden deshalb viele Banken in Deutschland die Sicherheitsnummern nur noch aufs Handy der Kunden schicken. Das funktioniert nach Angaben der Banken in den meisten Fällen problemlos.
Da Technik aber auch versagen kann, ist der Gedanke an eine Kombination mit Variante Nummer zwei vielleicht nicht verschwendet: Mit einem speziellen Zusatzgerät generiert der Kunde jede Transaktionsnummer selbst. Der TAN-Generator kostet zwischen 11,90 und 14,90 Euro und kann im Normalfall auch bei anderen Banken und Sparkassen eingesetzt werden. Geeignet ist das Verfahren mit dem Generator für alle, die ihre Bankgeschäfte nicht mobil erledigen können oder wollen.
Das Chipverfahren erzeugt im Zusammenspiel mit der Bankkarte des Kunden, die im Gerät steckt, und dem Online-Banking-Portal eine TAN, die nur für kurze Zeit gültig ist. Dazu muss der Kontoinhaber einen optischen Code, der auf dem Computerbildschirm erscheint, mit dem TAN-Generator einscannen. Die Daten der Überweisung erscheinen dann zur Kontrolle auf dem Display des Generators. Sobald der Kunde sie als korrekt bestätigt hat, erzeugt der Generator eine TAN für das Online-Banking-Portal. "Das ist die sogenannte Kanaltrennung, womit wir das Online-Banking noch sicherer machen wollen", sagt Jürgen Ebert von der Postbank. Kanaltrennung heißt, dass während der Überweisung mit zwei voneinander unabhängigen Geräten - nämlich dem eigenen Computer und dem TAN-Generator - gearbeitet wird. Der Generator speichert keine Daten und ist somit für Betrüger wertlos.
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