Oskar Beck-Kolumne
Nur eine betörende Frauenstimme
Oskar Beck,
23.02.2011 14:49 Uhr
Foto: dpa
Stuttgart - Es ist alles andere als ein Kinderspiel, einen Bundesligatrainer im vorübergehenden Ruhestand an die Strippe zu kriegen – jedenfalls kann man Ralf Rangnick momentan anrufen, wann man will, am hellichten Tag, mitten in der Nacht, bei Vollmond oder Schneegestöber, immer meldet sich am anderen Ende ein betörendes Weibsbild und säuselt einem ins Ohr: "Versuchen Sie es später noch einmal, ihr gewünschter Gesprächspartner ist zur Zeit nicht erreichbar." Was treibt der Unerreichbare?
Vermutlich holt er all die bezaubernden Dinge nach, zu denen er vor lauter Trainieren lange nicht mehr gekommen ist, er hilft der Frau beim Staubsaugen, gönnt sich seinen täglichen Mittagsschlaf, deckt das Dach neu, räumt den Keller auf, führt zittrige Omas über gefährliche Kreuzungen oder spaziert staunenden Auges durch Backnang, um zu schauen, was sich alles verändert hat, während er auf Montage in Hoffenheim war – aber genauso gut kann es natürlich sein, dass sich Rangnick einfach nur sagt: Telefonieren ist Silber, Schweigen ist Gold.
Zurzeit sowieso – es ist eine heikle, hochsensible Zeit, und als begehrter Trainer kann er sich ganz schnell mal das Maul verbrennen, in die Nesseln setzen, Porzellan zerschlagen oder in ein Fettnäpfchen treten.
Denken wir nur an das in Wolfsburg. Dort sucht der Manager Dieter Hoeneß, nachdem er seinen Wunschtrainer Steve McClaren neulich kopfüber gefeuert hat, schon wieder händeringend eine Hintertür aus dem ausweglosen Dilemma mit seinem zweiten Wunschtrainer Pierre Littbarski. Der bringt es auch nicht, und deshalb scharrt der alte Hans Meyer schon in den Startlöchern als Feuerlöscher für den Rest der Saison – und in der neuen soll dann Rangnick die VW-Zauberer wieder zum Laufen bringen.
Das hört sich durchaus plausibel an, nur: Was soll Litti denken? Vor zwei Wochen haben sie ihn zum Lebensretter befördert, und jetzt kommt er sich schon wieder vor wie ein vom Verfallsdatum bedrohtes Auslaufmodell, dem man hinterrücks das Wasser abgräbt. Rangnick geht vor diesem riskanten Hintergrund deshalb dieser Tage den sicheren Weg – also auf gar keinen Fall ans Telefon.
Das ist sogar doppelt empfehlenswert, denn es könnte ihm sonst passieren, dass er mit dem Hörer an der Muschel gar nicht nur zu Wolfsburg verhört wird, sondern sich noch einer ganz anderen Frage zu stellen hätte, die gleichfalls kaum das Schnaufen verträgt. Hat auch der VfB Stuttgart angerufen?
Vermutlich holt er all die bezaubernden Dinge nach, zu denen er vor lauter Trainieren lange nicht mehr gekommen ist, er hilft der Frau beim Staubsaugen, gönnt sich seinen täglichen Mittagsschlaf, deckt das Dach neu, räumt den Keller auf, führt zittrige Omas über gefährliche Kreuzungen oder spaziert staunenden Auges durch Backnang, um zu schauen, was sich alles verändert hat, während er auf Montage in Hoffenheim war – aber genauso gut kann es natürlich sein, dass sich Rangnick einfach nur sagt: Telefonieren ist Silber, Schweigen ist Gold.
Zurzeit sowieso – es ist eine heikle, hochsensible Zeit, und als begehrter Trainer kann er sich ganz schnell mal das Maul verbrennen, in die Nesseln setzen, Porzellan zerschlagen oder in ein Fettnäpfchen treten.
Denken wir nur an das in Wolfsburg. Dort sucht der Manager Dieter Hoeneß, nachdem er seinen Wunschtrainer Steve McClaren neulich kopfüber gefeuert hat, schon wieder händeringend eine Hintertür aus dem ausweglosen Dilemma mit seinem zweiten Wunschtrainer Pierre Littbarski. Der bringt es auch nicht, und deshalb scharrt der alte Hans Meyer schon in den Startlöchern als Feuerlöscher für den Rest der Saison – und in der neuen soll dann Rangnick die VW-Zauberer wieder zum Laufen bringen.
Hat auch der VfB angerufen?
Das hört sich durchaus plausibel an, nur: Was soll Litti denken? Vor zwei Wochen haben sie ihn zum Lebensretter befördert, und jetzt kommt er sich schon wieder vor wie ein vom Verfallsdatum bedrohtes Auslaufmodell, dem man hinterrücks das Wasser abgräbt. Rangnick geht vor diesem riskanten Hintergrund deshalb dieser Tage den sicheren Weg – also auf gar keinen Fall ans Telefon.
Das ist sogar doppelt empfehlenswert, denn es könnte ihm sonst passieren, dass er mit dem Hörer an der Muschel gar nicht nur zu Wolfsburg verhört wird, sondern sich noch einer ganz anderen Frage zu stellen hätte, die gleichfalls kaum das Schnaufen verträgt. Hat auch der VfB Stuttgart angerufen?
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bloß nicht
Mann Sparfuchs bist du von allen guten Geistern verlassen? Rangnick ist vor einem Jahrzeht schon gescheitert beim VfB und in seiner maßlosen oberlehrerhaften Arroganz hat er nicht einen Deut zugelegt und was gelernt. Der ist doch resistent. Schon seit seiner Jahren sage ich zwar, er ist der beste Zweitligatrainer den es in Deutschland gibt, für die erste Liga brauchts aber mehr. Zweite Liga kann er, allerdings nicht in Cannstatt. Seine ewige Suche nach Sündenböcken, vorzugsweise Schiedsrichter, Härte der Gegner usw. haben noch nie Punkte eingebracht. Divahaftes Verhalten kann er mit unserer jetzigen Vereinsführung ohnehin nicht bringen. und auch mit einer eventuellen Guten nicht. Nicht mal mit MV hats seierzeit geklappt, und der hatte ewigen rotweinumnebelten Verstand und Blickwinckel. Der jetzige Arbeitgeberpräse und seine Luschen lassen einem egozentrischen, egoistischen Trainer wie R. keine Freiräume. Hopp wird immer noch froh sein, ihn so einfach losgeworden zu sein, nur weil wirtschaftliche Zwänge es erforderten. Und in Hoffenheim gibts noch kompetente Manager mit Sachverstand, die beizeiten gute spieler abgeben.. Na ja hier bräuchte er wenigstens keine Angst zu haben, dass Leistungsträger verkauft werden. Nicht mal die Blindesten werden verscherbelt, wenn sie Geld bringen. Dafür zwei Wochen nach Kassenschluß ausgemustert ( Marica). Rangnick soll nur in Wolfsburg beim Did anheuern, dann gibts in der Saison 2012/2013 ein Wiedersehen mit dem Backnanger.
Rangnick
Traurig aber wahr... Vor 10 Jahren war ich heilfroh als dieser unbelehr- und unfehlbare Schönredner eines jeden Grottenkicks vom Hof gejagt wurde, heute wäre ich froh wenn er wieder zurückkäme. Er wäre zumindest jemand der bewiesen hat, dass er mit Konzept arbeitet. Anders als die VfB Oberen, die einen erfahrenen Trainer wie Christian Gross, der vor der Saison alle Schwachstellen (Torwart, rechte Außenverteidigung, Mittelfeld) des VfB bereits vorhersah, zum Teufel jagten. Sollte Plan B wirklich erforderlich werden, wäre Rangnick (oder Sammer) die ideale Lösung für den sportlichen Bereich und zwar als Vorstandsmitglied. Da dann auch flachere Hierarchien Sinn machen würden, bräuchte man dann nur noch ein Pardon für die Finanzen und die übrigen Bereiche. Leute wie Bobic und Schneider, die es nicht einmal schaffen rechtzeitig das Vertragliche eines Transfers zu regeln, braucht wirklich kein Mensch...