Osteuropa-Beschäftigte Koalition ist uneins
Roland Pichler, 03.09.2010 07:39 Uhr
Mit Blick auf die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus den EU-Beitrittsstaaten hat die Koalition im Sommer den Mindestlohn für Beschäftigte in der Pflege eingeführt. Foto: dpa
Mit Blick auf die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus den EU-Beitrittsstaaten hat die Koalition im Sommer den Mindestlohn für Beschäftigte in der Pflege eingeführt. Foto: dpa


Einführung des Pflegemindestlohns war wichtig


Die Union wirft den Liberalen vor, das Problem zu verschleppen. "Die FDP plant nichts zum 1. Mai 2011", meinte Weiß. Die CDU/CSU pocht auf eine gesetzliche Regelung bis zum Jahresende. Der unterste Tariflohn für Zeitarbeiter von 7,60 Euro im Westen soll auch für ausländische Verleihbetriebe gelten. Zustimmung zur Erweiterung des Entsendegesetzes signalisierte auch der Wirtschaftsflügel der Unionsfraktion. Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) unterstützen den Vorstoß ebenso wie die Gewerkschaften.

Mit dem Blick auf die Freizügigkeit von Arbeitnehmern aus den EU-Beitrittsstaaten führte die Koalition im Sommer den Mindestlohn für Beschäftigte in der Pflege ein. Bei seinen Gesprächen in Polen habe sich gezeigt, dass dort mit der Abwanderung von Pflegekräften nach Deutschland gerechnet werde, sagte Weiß. "Es war wichtig, dass ein Pflegemindestlohn zustande gekommen ist", so der Abgeordnete.

Johannes Vogel, der arbeitsmarktpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, unterstrich, dass die Liberalen keinem neuen Mindestlohn zustimmten. Im Herbst 2011 soll eine Auswertung der bisherigen Mindestlöhne vorliegen. Vorher sollten keine neuen Lohnuntergrenzen gezogen werden.
Kommentare (2)
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SEP
03
AndyH, 17:15 Uhr

Schon klar...

also stimmt es doch " Deutschlanf schafft sich ab!" Wir haben genügend jugendliche die auch erst mal einen Job benötigen und bekommen sollten, fördert und fordert doch erst mal unsere eigenes Volk! Dann kann man immernoch sehn! Weg mit der Merkel, weg mit dem Westerwelle, wir brauchen neue Politiker, ich bin für Herr Sarrazin, wird Zeit das sich was ändert!

SEP
03
Detlef von Seggern, 09:18 Uhr

Noch mehr Arbeitslose

Wo wollen denn diese Menschen arbeiten? Sind doch bereits zum jetzigen Zeitpunkt, "trotz des Wirtschaftsaufschwungs" noch Millionen Menschen ohne Arbeit, und auf staatliche Hilfe angewiesen! Fakt dürfte dann aber auch sein, das die Zahl der "Arbeitslosen" nach diesem zeitlichen Termin Sprunghaft ansteigen wird,wenn tausende Arbeitssuchende in die BRD einströmen und die Sozialämter dieser Republik dadurch, noch mehr belastet werden. Hier dürfte es dann nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es zu sozialen Unruhen kommt. Die Lunde des Sprengstoff 's hierfür, ist doch bereits schon "lange" am glühn.