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Ostfildern Ausreißerinnen brauchen Ruhe

ber, 13.07.2012 18:58 Uhr

Ostfildern-Nellingen - Die beiden zehn und elf Jahre alten Schülerinnen aus Ostfildern (Kreis Esslingen), die am Mittwochabend vermisst gemeldet worden sind und am Donnerstagmittag wieder aufgetaucht sind, brauchen Schonung. Zumindest in den nächsten Tagen würden die Mädchen in Ruhe gelassen, erklärte der Sprecher der Polizeidirektion Esslingen, Michael Schaal, auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Mädchen sind von der Nacht, die sie allein im Wald verbracht haben, und der folgenden Aufregung offenbar mitgenommen. Auch aus Rücksicht auf das Alter der Mädchen halte sich die Polizei zurück.

Das elfjährige Mädchen hatte den Mittwochnachmittag zu Hause bei ihrer jüngeren Freundin im Ortsteil Nellingen verbracht. Kurz vor 19 Uhr waren die Mädchen plötzlich verschwunden. Ein Foto einer Überwachungskamera zeigte die beiden gegen 19.30 Uhr noch beim Einkaufen in einer Tankstelle am östlichen Ortsrand. Dann verlor sich die Spur der beiden Mädchen. Die gegen 22 Uhr alarmierte Polizei reagierte mit einem Großeinsatz, an dem Hunderte von Beamten im Einsatz waren. Mit einer Reiterstaffel und Hundeführern suchte die Polizei nach den Kindern. Die Menschen im Ort wurden befragt, Flugblätter mit Fotos der Mädchen verteilt, Felder und Wälder durchkämmt.

Groß war die Erleichterung, als die Vermissten am Donnerstag gegen 12.45 Uhr wieder auftauchten. Glücklicherweise bewahrheiteten sich die Befürchtungen nicht, die Schülerinnen könnten Opfer einer Straftat geworden sein. Wie sich herausstellte, hatten sie sich am Vormittag in einer Tiefgarage in der Nähe ihrer Wohnungen versteckt. Der Polizei erzählten die Mädchen, dass sie am Mittwochabend noch Ponys füttern gewesen seien. Anschließend hätten sie die Nacht im Wald verbracht. Warum sie das taten, ist weiter unklar. Wie die Polizei herausfand, hatten sich die Mädchen nach der Nacht im Wald nicht mehr nach Hause getraut und sich deshalb in der Tiefgarage versteckt.

 
 
Kommentare (7)
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JUL
14
misterl, 09:11 Uhr

@Klaus

Hoffentlich zahlt das der Steuerzahler! Wenn zwei Kinder plötzlich verschwinden finde ich gut, dass sofort intensiv danach gesucht wird. Da sollten doch nicht die Eltern auf den Kosten sitzen bleiben, denn sonst würde man sich in Zukunft dreimal überlegen, wann man sein Kind vermisst meldet. Und dann ist es vielleicht zu spät... Das ist doch etwas ganz anderes als bei irgendwelchen Facebook-Parties, wo der Polizeieinsatz meiner Meinung nach wirklich von den Veranstaltern getragen werden muss. Aber bei vermissten Kindern soll der Einsatz weiterhin vom Staat (Steuerzahler) getragen werden, ganz klare Sache!

JUL
14
etepetepu, 08:27 Uhr

Steuerzahler

In diesem Fall zahle ich als Steuerzahler gerne mit!

JUL
14
Manuel Scharf, 04:36 Uhr

Großeinsatz?

Ich denke es ist egal, ob und wann ein Großeinsatz für die Sicherheit unserer Kinder notwendig ist. Ich erwarte von unserer Gesellschafft dies als Minimum, Kinder sind unser höchstes Gut! Ich stelle mir nur die Frage, warum der Einsatz erfolglos war? Alles wurde getan um die Mädchen zu finden, es gab keine Erfolge, und beide waren die Nacht über im Wald? Wo wurde dann gesucht? MfG Manuel Scharf

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