Ostfildern Drei Hotspots für das Stadtgebiet

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Der Ostfilderner Gemeinderat hat bei nur einer Gegenstimme beschlossen, an drei Stellen im Stadtgebiet einen kostenlosen Internetzugang via Wlan anzubieten. Dafür werden einmalig rund 19 000 Euro investiert.

Dank freiem Wlan kann  vor dem Stadthaus im Scharnhauser Park  in Ostfildern bald kostenlos im Internet gesurft werden. Foto: Pascal Thiel
Dank freiem Wlan kann vor dem Stadthaus im Scharnhauser Park in Ostfildern bald kostenlos im Internet gesurft werden.Foto: Pascal Thiel

Ostfildern - Die Stadt Ostfildern wird künftig an drei Stellen einen kostenlosen Internetzugang via Wlan anbieten. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats beschlossen die Kommunalpolitiker bei nur einer Gegenstimme, Hotspots im Zentrum An der Halle und am Kubino in Nellingen sowie am Stadthaus im Scharnhauser Park einzurichten. Die Kosten belaufen sich für die Verkabelung und die Antennen einmalig auf etwa 19 000 Euro, für den jährlichen Betrieb fallen jeweils rund 1800 Euro an.

„Wo habe ich Wlan?“, sei inzwischen eine Standardfrage, sagte der Oberbürgermeister Christof Bolay. Ein öffentlicher, unentgeltlicher Internetzugang werde im Rahmen einer modernen Infrastruktur erwartet und sei „nichts Außergewöhnliches“ mehr. So hatten im Vorfeld beispielsweise die Lehrer und Schüler der Musikschule einen Bedarf an freiem Wlan angemeldet. Was der Stadträtin Petra Hönschel-Gehrung (Freie Wähler) nicht ganz einleuchtet. Die Leser in der Stadtbücherei „hätten wohl eher etwas davon“. Ansonsten erkenne ihre Fraktion durchaus den Wunsch nach dem Angebot, wenngleich die Kosten höher ausfielen, als bisher angenommen. Denn zunächst war im Haushalt von einer Investition von rund 6000 Euro ausgegangen worden. Doch vor allem die Einrichtung am Standort Kubino verursacht laut der Verwaltung wegen der massiven Betonbauweise Mehrkosten.

Schulbetrieb soll nicht beeinträchtigt werden

Ostfildern komme angesichts zahlreicher Wlan-Anbindungen in Hotels, an öffentlichen Plätzen und sogar in Linienbussen bei diesem Thema keineswegs eine Vorreiterrolle zu, erklärte Norbert Simianer, der CDU-Fraktionsvorsitzende. „Wir versuchen moderat und maßvoll den Anschluss an die moderne Kommunikation im öffentlichen Bereich zu realisieren“. Wichtig sei der CDU, dass auf die Zusicherung der Stadtverwaltung Verlass sei, den Schulbetrieb im Kubino durch das freie Wlan nicht zu beeinträchtigen.

Für die Grünen im Gemeinderat, auf deren Antrag zum Haushalt 2015 das Thema überhaupt erst auf die Tagesordnung gekommen war, begrüßen die Schaffung dieser „längst zum Alltag gehörenden Infrastruktur“ , wie der Stadtrat Oliver Werner erklärte. „Wir freuen uns schon auf die Auswertung der Nutzung nach dem ersten Betriebsjahr“, sagte er.

Mehr „gewischt als gegessen“

Allein der SPD-Fraktionschef Werner Schmidt stimmte gegen die Vorlage. Er erkenne den Sinn eines freien Wlan-Angebots nicht. Wer auf einen Pass warte, „kann das auch ohne Wlan“. Seine Enkelkinder berichteten ihm, dass schon jetzt in der Mensa im Kubino mehr auf Smartphones „gewischt als gegessen“ werde.

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