Parknot an Rems-Murr-Klinik in Winnenden Klinik will Interimsstellplätze schaffen

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Eigentlich hätte längst mit dem Bau eines zusätzlichen Parkhauses am Rems-Murr-Klinikum begonnen werden sollen. Doch die Pläne mussten modifiziert werden. Nun will man an drei Orten in unmittelbarer Nähe der Krankenhausgebäude erst einmal provisorische Abstellmöglichkeiten schaffen, um der Parknot zu begegnen.

Auf drei Flächen soll am Krankenhaus kurzfristig Parkraum geschaffen werden. Foto: Rems-Murr-Kliniken
Auf drei Flächen soll am Krankenhaus kurzfristig Parkraum geschaffen werden.Foto: Rems-Murr-Kliniken

Winnenden - Vor allem am Vormittag bleiben die Schranken bisweilen zu, und Parkplatzsuchende am Rems-Murr-Klinikum Winnenden müssen sich in Geduld üben. Einem Gutteil der Mitarbeiter ist ohnehin ein Verzicht auf einen Stellplatz direkt am Krankenhaus verordnet worden, denn die aktuell knapp 750 Parkplätze reichen nicht aus, um den Bedarf zu decken. Beim Bau des Hospitals waren schlicht zu wenige eingeplant worden.

Kurzfristig 300 zusätzliche Stellplätze

Das haben die Verantwortlichen längst eingeräumt und beim Kreistag die Genehmigung für Nachbesserungen erwirkt (wir berichteten). Weil das vom Gremium abgesegnete Parkdeck aber nicht so schnell und nicht in der geplanten Form realisiert werden kann wie gedacht, soll nun eine Interimslösung für rasche Abhilfe sorgen. An drei Stellen in unmittelbarer Nähe des Gebäudekomplexes will die Klinik kurzfristig rund 300 Stellplätze ausweisen.

Die größte Fläche bietet eine Wiese, die von den aktuellen Parkplätzen bis zum Zipfelbach reicht. Diese soll geschottert und beleuchtet werden. Ähnlich will man mit einer kleineren Rasenfläche im Anschluss an die Piazza verfahren. Und auch der Eingangsbereich selbst, der eigentlich als Aufenthaltsort gedacht war, soll provisorisch mit Abstellmöglichkeiten für Pkw bestückt werden.

Der technische Ausschuss des Winnender Gemeinderats hat sich diesem Ansinnen in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats nicht entgegen gestellt. Die Vorgabe allerdings lautet, dass das Provisorium auf maximal zwei Jahre begrenzt ist und die Eingriffe in die Grünflächen wieder naturgerecht beseitigt werden.

Nun wartet die Klinik auf die Freigabe ihrer Bauanträge seitens der Stadt. So alles glatt laufe, könnten die Arbeiten in sechs bis acht Wochen beginnen, schätzt eine Kliniksprecherin. Mit weiteren zehn bis zwölf Wochen sei zu rechnen, bis alles fertig eingerichtet ist.

Parkhaus soll deutlich größer werden als geplant

Unabhängig davon will die von der Klinik beauftragte Kreisbaugesellschaft die Realisierung des Parkhauses vorantreiben. Dieses soll nun direkt im Anschluss an den Parkplatz 2 errichtet werden und statt 282 sogar 532 zusätzliche Stellplätze bieten. Der Aufsichtsrat der Klinik muss die modifizierte Planung allerdings noch absegnen, die, wie der Kreisbau-Geschäftsführer Dirk Braune einräumt, „etwas mehr“ kosten wird als die bisher veranschlagten gut 4 Millionen Euro.

Der ursprünglich vorgesehene Standort neben dem Verwaltungsgebäude des Krankenhauses ist mittlerweile verworfen worden, weil man festgestellt hatte, dass unter dem potenziellen Baugrundstück eine Starkstromleitung der EnBW verläuft, über der kein Gebäude gebaut werden darf. Das Baugesuch für das Parkhaus soll Ende des Monats eingereicht werden, die Kreisbau rechnet mit einer Freigabe bis Mai/Juni, so das frühestens Ende des Jahres alles fertig sein könnte.

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