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Berlin - Es gibt vielleicht nur einen Ort in Deutschland, an dem Peer Steinbrücks Leben derzeit nur im Hier und Heute spielt und nicht zwischen Gestern und Morgen, zwischen "ex" und "in spe". Das ist Steinbrücks Wahlkreis Mettmann-Süd in Nordrhein-Westfalen. Gerade ist der ehemalige Finanzminister mit Ambition auf die Kanzlerkandidatur der SPD in Hilden. Dort spielt die Florian-Combo Pop- und Country-Evergreens. Dort wird der Anbau der Feuerwache eingeweiht und "unser Bundestagsabgeordneter Peer Steinbrück" gleich nach dem Bürgermeister begrüßt. Dort ist es schon viel, wenn der Feuerwehrchef Lothar von Gehlen in seiner Rede darauf verweist, dass es 2008 war, "also als der damalige Finanzminister gerade in einen Abgrund geschaut hatte, als die Stadt Hilden sich entschloss, hier in Betongold zu investieren".
Für die Anspielung auf Steinbrücks Rolle in der Finanzkrise gibt es nicht einmal Szenenapplaus in der gut gefüllten Halle, wo sonst eine Handvoll Löschzüge parkt. Hier interessiert weder Steinbrücks Vergangenheit groß noch seine möglicherweise große Zukunft. Hier muss Steinbrück sich, gemessen an seinen Erlebnissen im Rest der Republik, vorkommen, als sei er auf exterritoriales Gelände geraten. Hier zählt nicht, was er war und vielleicht noch wird, sondern nur, was er ist: ein Abgeordneter, der sich kümmern soll.
Chancen stehen gut für Kanzlerposten
Bei den Stadtwerken Hilden nebenan hat er in eine von Lehrlingen ausgehobene Baugrube am Rande des Firmenparkplatzes geschaut und sich die Schwierigkeiten mit der Netzregulierung erklären lassen. "Sind Sie in der Lage, die fünf irrwitzigsten Regeln aufzuschreiben?", fragt Steinbrück den Chef der Stadtwerke, Hans-Ullrich Schneider, und zieht dabei sehr streng die Mundwinkel nach unten. "Nicht auf ein paar Tonnen Papier, sondern auf fünfzehn Zeilen?" Dann sei er bereit, dem Präsidenten der Bundesnetzagentur deswegen mal auf den Zahn zu fühlen. Den Elektro-Smart des Unternehmens kriegt Steinbrück auch noch gezeigt. "Ist ja irre, wie so ein Ladekabel aussieht", sagt er und beguckt das Teil im Kofferraum. Dann organisiert er noch schnell generalstabsmäßig das Foto fürs Firmenarchiv. "So", sagt er dann entschlossen, "wenn noch mehr Herren vor die Kamera wollen, müssen die kleinen nach vorne und die großen nach hinten."
Die Niederungen von Mettmann-Süd prägen Steinbrücks Alltag schon lange nicht mehr. Er ist seit Monaten auf einem Höhenflug. "Geben Sie doch zu, dass Sie Kanzler werden wollen", hat "Bild" vor ein paar Wochen geschrieben; er hat die Aufforderung selbstredend ignoriert. Steinbrücks Beliebtheitswerte sind enorm, seine Säle voll. Deshalb stehen seine Chancen, wirklich Kanzlerkandidat der SPD zu werden, derzeit wohl besser als die des Fraktionschefs Frank-Walter Steinmeier und des SPD-Chefs Sigmar Gabriel. Sie sind seine Hauptkonkurrenten. Und sie tun wie viele Sozialdemokraten derzeit viel dafür, dass Steinbrück weiter fliegen kann.


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Das Publikum liegt ihm zu Füßen
Das ein Politik Offizier und Freisler Zuschauer, noch in die Politik dreinredet, läst Böses erwarten. Und dann auch noch einen Geheimbündler empfehlen. Wer schützt uns??? SOS - SOS
Peer Steinbrück
An alle @3 Kommentatoren sehr treffend bezeichnet, sicher haben "sie" ihm das in St.Moritz im Juni eingetrichtert(Bilder......)
Steinbrück - eine Marionette der Finanzindustrie
Wie kommt es dazu das diese aufgeblasene Figur sich als ökonomische Leuchte präsentieren kann, als angeblicher Heilsbringer? Steinbrück hat entscheidende Gesetze durchgedrückt die den Aufstieg der Deutschen Bank zur grössten Investmentbank Europas ermöglichten. Unter seiner Regentschaft wurden durch das Finanzministerium diverse spekulative Techniken wie zB die Verbriefung von Krediten legalisiert. Dass das alles von seinem "Mastermind" Assmussen ausgeheckt wurde und von ihm nur eloquent vorgetragen wurde macht die sache nicht besser. Dieser Mann ist mit verantwortlich für diverse finanzielle Desaster und tut so als wäre nix gewesen.... Steinbrück ist die optimale Marionette der Finanzindustrie, das dürfte auch erklären warum er sie letzten Monate so systematisch gehypt wurde.