Pegida-Ableger-Demo in Frankfurt Gegner blockieren die Marschroute

Von SIR/dpa 

Die Initiative „Widerstand Ost/West“ hat in Frankfurt zur Demonstration gerufen - und rund 200 Menschen folgten. Tausende Polizisten schützten sie vor Gegendemonstranten, die die geplante Marschroute blockieren. Es kam zu Zusammenstößen.

Die Initiative „Widerstand Ost/West“ hat in Frankfurt demonstriert.  Foto: Getty Images Europe 25 Bilder
Die Initiative „Widerstand Ost/West“ hat in Frankfurt demonstriert. Foto: Getty Images Europe

Frankfurt/Main - Mit Sitzblockaden und massiven Protesten haben sich am Samstag rund 2000 Menschen in Frankfurt am Main einem Aufzug von etwa 200 Islamgegnern, Nationalisten und Hooligans entgegengestellt. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit starken Polizeikräften, die die erste bundesweite Veranstaltung des Pegida-Ablegers „Widerstand Ost/West“ zu sichern hatten. Einige tausend Polizisten aus mehreren Bundesländern waren im Einsatz, um beide Seiten voneinander zu trennen.

An den Polizeisperren rund um den zentralen Roßmarkt kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen teilweise vermummten Mitgliedern von linken Gruppen und Einsatzkräften. Eier und Tomaten wurden geworfen, Böller und Rauchkerzen gezündet. Die Polizei verstärkte ihre Absperrungen mit Wasserwerfern und Hunden. Nach Angaben eines Polizeisprechers gab es Verletzte auf beiden Seiten, einige Demonstranten wurden festgenommen.

Die Anmelderin Esther Seitz lobte die Hooligans

Die Anhänger des „Widerstands Ost/West“ wurden laut Polizei auf dem Roßmarkt nach Waffen durchsucht. Die Anmelderin der Versammlung, Esther Seitz, sagte mit Blick auf rechtsextreme Hooligans: „Ich freue mich, so viele Hools zu sehen - ihr seid als erste aufgestanden.“

Der Münchener Islamgegner Michael Stürzenberger sagte, wenn Hooligans sich Schlägereien mit Anhängern gegnerischer Fußballvereine lieferten, dann sei das „Sport, fairer Kampf Mann gegen Mann, da ist überhaupt nichts dagegen zu sagen“. An einer Protestkundgebung des Frankfurter Römerbergbündnisses, dem unter anderem Gewerkschaften und die beiden großen christlichen Kirchen angehören, nahmen mehrere hundert Menschen teil.

Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, sagte, seit dem Aufkommen der Pegida-Bewegung im Herbst vergangenen Jahres versuchten Rechtsextremisten, sich einen Platz in der Mitte der Gesellschaft zu verschaffen. „Das ist die schleichende Gefahr.“

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2 Kommentare Kommentar schreiben

Pegida: Deutschland denkt viel weiter rechts als es wählt und kundtut. Und von den Damen und Herren Politikern wohnt keiner neben einem Asylantenheim - wetten!

Widerstand Ost/West: Nun ja, was soll man dazu noch groß sagen? Sieht man aber einmal wieder, von wem die Gewalt, gegenüber andersdenkenden bzw. gegenüber der Polizei ausgeht..Und dies ist nun einmal Fakt!

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