Pestizid im Bier Bonde fordert Einschränkung von Glyphosat-Einsatz

Von red/lsw/dpa 

Nach dem Nachweis des Pestizids Glyphosat in Bier hat Verbraucherschutzminister Alexander Bonde (Grüne) eine Beschränkung für den Einsatz des Mittels gefordert.

Das Pflanzengift Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Foto: dpa
Das Pflanzengift Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein.Foto: dpa

Stuttgart - Der Einsatz des Unkrautgiftes müsse deutlich begrenzt werden, teilte der Grünen-Politiker Alexander Bonde am Donnerstag in Stuttgart mit. „Deshalb brauchen wir ein europaweites Verbot der Anwendung von Glyphosat zur Abreifebeschleunigung bei der Ernte sowie zur Anwendung als Herbizid im Haus- und Kleingartenbereich.“

Das Münchner Umweltinstitut hat 14 der beliebtesten Biermarken Deutschlands testen lassen und dabei Spuren des Unkrautvernichters gefunden. Die Werte lagen zwischen 0,46 und 29,74 Mikrogramm pro Liter und damit im extremsten Fall fast 300-fach über dem gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser von 0,1 Mikrogramm, wie das Umweltinstitut mitteilte. Einen Grenzwert für Bier gibt es allerdings nicht. Gerstensaft von baden-württembergischen Unternehmen war dem Test zufolge nicht betroffen.

Das Pflanzengift steht im Verdacht, krebserregend zu sein. In wenigen Tagen soll auf europäischer Ebene über eine erneute Zulassung von Glyphosat entschieden werden.

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Bier ist noch viel giftiger: Man hat nämlich auch durchschnittlich 5 Prozent Ethanol im Bier festgestellt! Dieses Gift führt zu Schwindelgefühlen und bei einem Hunderstel des Konsums, der aufgrund von Glyphosat zu gesundheitlichen Problemen führen würde, unwaigerlich zum Tode, und wenn nicht sofort durch Alkoholvergiftung, dann mittelfristig durch Leberzirrhose. Aber im Ernst: Es gibt tatsächlich noch einen Giftstoff im Bier, der eigenartigerweise noch nie skandalisiert wurden, nämlich Ochratoxin A. Es wirkt nieren- und leberschädigend und wird wegen seiner krebserzeugenden Wirkung bei Versuchstieren als eine für den Menschen möglicherweise krebserzeugende Substanz eingestuft. Immerhin 22 Prozent der Gesamtaufnahme des krebserregenden Ochratoxin A schreibt eine Untersuchung des Bundesinstituts für gesundheitlichen Verbraucherschutz dem Bierkonsum zu. Der krebserregende Lagerpilz kommt wie die Aflatoxine gehäuft in Bio-Lebensmitteln vor. Liegt es vielleicht daran, dass der grüne Minister Bonde nicht vor den Gefahren des Ochratoxin A warnt?

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