Petition gegen Schulthema Homosexualität Hauk findet Kritik an Petenten unangemessen

Von dpa/lsw 

Eine Petition gegen Pläne der Landesregierung, das Thema Homosexualität stärker im Schulunterricht zu berücksichtigen, sorgt weiter für Streit. CDU-Fraktionschef Peter Hauk findet Kritik an den Petenten durch Grün-Rot unangemessen und zeigt Verständnis für die Ängste dieser Menschen.

Beim Christopher Street Day in Stuttgart 2013 hissten die baden-württembergischen Wappenfiguren die Regenbogenfahne als Symbol von Vielfältigkeit und Toleranz der Schwulen- und Lesbenbewegung. Als Unterrichtsthema an Schulen sorgt Homosexualität derzeit dagegen für Streit. Foto: dpa
Beim Christopher Street Day in Stuttgart 2013 hissten die baden-württembergischen Wappenfiguren die Regenbogenfahne als Symbol von Vielfältigkeit und Toleranz der Schwulen- und Lesbenbewegung. Als Unterrichtsthema an Schulen sorgt Homosexualität derzeit dagegen für Streit.Foto: dpa

Eine Online-Petition gegen Pläne der Landesregierung, das Thema Homosexualität stärker im Schulunterricht zu berücksichtigen, sorgt weiter für Streit. CDU-Fraktionschef Peter Hauk findet Kritik an den Petenten durch Grün-Rot unangemessen und zeigt Verständnis für die Ängste dieser Menschen.

Stuttgart - CDU-Fraktionschef Peter Hauk hat Verständnis für die Bürger gezeigt, die sich in einer Petition gegen eine Aufwertung des Themas Homosexualität im Schulunterricht wenden. Er könne die Ängste dieser Menschen verstehen, sagte Hauk am Donnerstag in Stuttgart. „Wenn man diese Diskussion um Toleranz im Bildungsplan führt, muss man auch tolerant gegenüber denjenigen sein, die dort andere Auffassungen vertreten.“ Es gebe keinen Anlass, die Petenten zu kritisieren, meinte Hauk an die Adresse der Landesregierung.

Knapp 60.000 Bürger wollen Pläne stoppen, nach denen Homosexualität ausführlicher im Unterricht behandelt werden soll. Anlass ist ein Papier von Grün-Rot, in dem angekündigt wird, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ als Ziel im Bildungsplan zu verankern. Grüne und SPD hatten sich erschüttert gezeigt. So hieß es bei den Grünen, viele Kommentare auf der Petitionsseite ließen auf „ein erschütterndes Maß an Homo- und Transphobie“ schließen.

Hauk sagte, Petitionen einzureichen, sei ein Bürgerrecht. „Über Inhalte lässt sich immer streiten“. Er halte die Vorgaben im bisherigen Bildungsplan in Sachen Toleranz für ausreichend. Möglicherweise hapere es aber vereinzelt an der Umsetzung.

Rülke: Für FDP ist Familie die wichtigste Lebensform

FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke sagte, er würde diese Petition nicht unterzeichnen, weil er nicht den Eindruck erwecken wolle, es gehe der FDP nicht um Toleranz. Er sei allerdings der Meinung, dass Grün-Rot dem Thema Homosexualität einen zu hohen Stellenwert zuschreibe. Für die FDP sei die Familie die wichtigste Lebensform. „Wir betrachten andere Lebensformen als tolerabel, aber nicht als gleichwertig.“ Die Konstellation Mann, Frau, Kind sei dabei die Lebensform, die dem Idealbild der Familie am nächsten komme.

Die Petition wird auch bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes diskutiert. Leiterin Christine Lüders sagte dem „Schwarzwälder Boten“ (Freitag): „Ich halte es für zwingend notwendig, dass sexuelle Orientierung im Unterricht vorurteilsfrei thematisiert wird. Genau dies scheint den Organisatoren der Online-Petition aber ein Dorn im Auge zu sein.“

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16 Kommentare Kommentar schreiben

Bildungsplan: Sorry Herr Stoch, ich habe mir das Arbeitspapier der Bildungsplanes noch einmal durchgelesen. Der Begriff LSBTTI kommt im Vergleich zum Begriff der klassischen Ehe und Familie unverhältnismässig oft vor. Die klassische Familie ist im Arbeitspapier nur in der in einer allgemeinen Aufzählung enthalten. der Begriff hetrosexuell kommt überhaupt nicht vor. Was sie in ihrer Stellungnahme von sich geben, wird im gegenwärtigen Arbeitpaper so nicht sichtbar. Meiner Meinung wiederspricht dieser Entwurf der Landesverfassung, da sie einen falschen Schwerpunkt setzt. Wie wäre es mit einer Erweiterung, der unterbewerteten Themen im Bildungsplan. Ich hoffe die gegenwärtige Diskussion trägt dazu bei.

Gegen homosexuellen Unterrichtsinhalt an Schulen minderjähriger Kinder: deshalb diese Petition sehr gerne unterschreiben! Nichts gegen Schwule und Lesben, dieses Thema hat aber nichts im Schulunterricht minderjähriger Kinder verloren. Erwachsene ab einem Alter von 18. Jahren sind körperlich und geistig erst soweit einigermaßen entwickelt. Ab diesem Alter kann jeder seine Sexualität vereinbar mit dem Grundgesetz frei ausüben, alles andere ist unnötig und könnte heranwachsende junge Menschen nur überfordern oder in eine sexuelle Sackgasse führen, deswegen gibt es zu diesem Begehren (Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens) von mir keine Unterstützung und auch ein eindeutiges NEIN! Eltern sollten mehr gefragt werden, bevor irgendwelche Reformen an den Schulen eingeführt werden. Die Politik darf nicht alles selbstständig entscheiden, vorgeben, bzw. aufzwingen. Es reicht schon das die EU-Kommissare in Deutschland oft herumwuchern und unvorteilhafte Reformen gegen die Bevölkerung Deutschlands erlassen. Familie, Kinder, Frauen genießen besonderen Schutz vor dem Gesetz! Homosexuelle ausgewachsene Menschen können sich gegenseitig privat aufklären. In der Öffentlichkeit sollte Toleranz und Akzeptanz herrschen, schließlich sorgen die heterosexuellen Menschen für die nachkommenden Generationen und sichern somit den Fortbestand der Art "homo sapiens". Diese Tatsache lässt sich nicht verfälschen, verdrehen oder erlaubt sonst noch wie, die naturvorgegebenen Zyklen zu manipulieren, alles andere wäre Heuchelei und Wunschgedanke.

Gegen homosexuelle Verbreitung: Tut mir leid, aber ich leide auch unter der Homophobie, kann deshalb diese Petition nicht unterschreiben! Nichts gegen Schwule und Lesben, dieses Thema hat aber nichts im Schulunterricht minderjähriger Kinder verloren. Erwachsene ab einem Alter von 18. Jahren sind körperlich und geistig erst soweit einigermaßen entwickelt. Ab diesem Alter kann jeder seine Sexualität vereinbar mit dem Grundgesetz frei ausüben, alles andere ist unnötig und könnte heranwachsende junge Menschen nur überfordern oder in eine sexuelle Sackgasse führen, deswegen gibt es zu diesem Begehren von mir keine Unterstützung und auch ein eindeutiges NEIN! Eltern sollten mehr gefragt werden, bevor irgendwelche Reformen an den Schulen eingeführt werden. Die Politik darf nicht alles selbstständig entscheiden, vorgeben, bzw. aufzwingen. Es reicht schon das die EU-Kommissare in Deutschland oft herumwuchern und unvorteilhafte Reformen gegen die Bevölkerung Deutschlands erlassen. Familie, Kinder, Frauen genießen besonderen Schutz vor dem Gesetz! Homosexuelle ausgewachsene Menschen können sich gegenseitig privat aufklären. In der Öffentlichkeit sollte Toleranz und Akzeptanz herrschen, schließlich sorgen die heterosexuellen Menschen für nachkommende Generationen und sichern somit den Fortbestand der Art "homo sapiens"!

Bertram Scheuert: Nein, die Grünen haben ihr Verhältnis zur Pädophilie noch nicht geklärt, im Gegenteil - da tun sich Abgründe auf. Ich zitiere aus dem vorläufigen Bericht von Franz Walter (Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/paedophilie-debatte-parteienforscher-legen-zwischenbericht-vor-a-939319.html#js-article-comments-box-Pager) Die "Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Transsexuelle und Päderasten" der Grünen vertrat Mitte der achtziger Jahren explizit die Haltung, dass Sex mit Kindern straffrei gestellt werden müsse. Und das nicht nur, wenn er vermeintlich einvernehmlich sei. ______________________ Die Mehrheit der BAG SchwuP, wie die Arbeitsgemeinschaft abgekürzt hieß, vertrat sogar die Auffassung, dass ein Einvernehmen vorläge, selbst wenn das Kind eine Ablehnung signalisiere - verbal wie non-verbal. "Gerechtfertigt werden soll dies damit, dass diese (jungen) Menschen gar nicht beurteilen bzw. wissen könnten, dass ihnen das zunächst abgelehnte Verhalten gut tun bzw. angenehm sein könnte." _________________________ Ehe die Grünen ihre Vergangenheit nicht bewältigt haben, sollten sie weitere Experimente unterlassen.

Wer braucht noch die FDP?: Moin, moin, ich war jahrzehntelanger überzeugter FDP-Wähler (Schande über mein Haupt) und ich schäme mich nicht dafür. Das war aber noch zu Zeiten von Herrn Genscher und Baum und Co. Die Herren Rösler & Co haben aber die FDP dahin gebracht wo sie hin gehört, in die Versenkung. Und ich wünsche und hoffe, dass sie da auch bleibt. Wer braucht noch einen solchen frühkapitalistischen Haufen? Diese FDP braucht meiner Meinung nach dieses Land nicht mehr!!! Das hat mit frei und liberal und so nichts mehr zu tun.

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