Pferdefleisch bei Lidl Lidls Tortelloni stammen nicht aus Stuttgart

Von dpa 

Die mit Pferdefleisch versetzte Lidl-Ware „Tortelloni Rindfleisch“ wird nicht in Stuttgart produziert. Lidl korrigierte eine Aussage der österreichischen Gesundheitsbehörden. Tatsächlich liegt der Fall etwas komplizierter.

„Tortelloni Rindfleisch“ stammt nicht aus Stuttgart. Foto: dpa
„Tortelloni Rindfleisch“ stammt nicht aus Stuttgart.Foto: dpa

Neckarsulm - Das am Freitag vom Discounter Lidl aus den Regalen entfernte Nudelgericht „Tortelloni Rindfleisch“ stammt nicht aus Stuttgart. In Österreich war zuvor ein nicht deklarierter Anteil Pferdefleisch in Ware mit dieser Bezeichnung gefunden worden. Wie ein Lidl-Sprecher am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte, fertigt die Hilcona AG das Produkt in Schaan, im Fürstentum Liechtenstein. „Die Rohware dafür stammt von Vossko aus Ostbevern oder dem Schweizer Hersteller Suttero aus Gossau“, sagte er. Gusto heiße die Handelsmarke von Hilcona in Deutschland und in Österreich.

Bei einer von zwei genommenen Proben war nach Informationen des österreichischen Gesundheitsministeriums Pferdefleisch in der Lidl-Ware „Tortelloni Rindfleisch“ nachweisbar. Die Behörden hatten zunächst erklärt, das Gericht sei von der in Stuttgart ansässigen Gusto GmbH produziert worden. Dies stellte Lidl nun richtig.

Nach Angaben von Hilcona wies zwar eine erste Untersuchung von Behörden in Österreich Pferdefleisch in dem Produkt von Lidl nach. Dieses sei in Deutschland und Österreich erhältlich gewesen. Eine zweite Probe sei aber negativ gewesen. Die Gusto GmbH gehört zur Hilcona AG, wie Lidl mitteilte. Hilcona hat ihren Sitz in Liechtenstein.

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4 KommentareKommentar schreiben

Wo liegt der Unterschied ?: Was soll diese künstliche Aufregung um das untergejubelte Pferdefleisch ? Wer weiß denn genau, was in den alltäglich gekauften Fertigprodukten steckt, wovor wir uns womöglich ekeln würden ? Wer es wirklich ernst meint, kauft alle Sachen direkt beim Erzeuger und kocht aufwändig wie vor ein paar Jahrzehnten noch auf dem Lande üblich. Doch dies halte für eine Utopie im schnelllebigen heutigen D.

Welch eine Erleichterung - die Ware stammt nicht aus Stuttgart: Und was genau ist jetzt besser?

Frisch kaufen!: Tja, das kommt davon, wenn man sich an abgepacktes Essen gewöhnt, das praktisch einzukaufen und zuzubereiten ist. Ob es gesund ist, interessiert die meisten doch gar nicht mehr. Wir kaufen Fleisch nur noch beim Metzger. Es ist dort zwar teurer, dafür essen wir bewusster UND weniger Fleisch.

fleisch: Welch ein glück für veganer. Und welch eine farce über die aufregung. In jedem stück fleisch stecken hormone und antibiotika. Wer das isst, ist selbst schuld.

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