Plakatkampagne der Polizeigewerkschaft Personalmangel ist „cool“ für Diebe

Von red/lsw 

Sparmaßnahmen und steigende Belastungen, das geht nicht zusammen, sagt die Gewerkschaft der Polizei. Einbrecher freuen sich dagegen – wie die Plakatkampagne zeigen soll.

Die Gewerkschaft der Polizei will mit Plakaten auf die Situation der Beamtinnen und Beamten in Baden-Württemberg aufmerksam machen. Foto: dpa
Die Gewerkschaft der Polizei will mit Plakaten auf die Situation der Beamtinnen und Beamten in Baden-Württemberg aufmerksam machen.Foto: dpa

Stuttgart - Gut drei Wochen vor der Landtagswahl schaltet sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mit eigenen Plakaten in den Wahlkampf ein. „Wir wollen die Politik nachhaltig an ihre Versprechungen erinnern“, sagte der Landeschef Rüdiger Seidenspinner am Donnerstag zum Auftakt der Kampagne „Wir brauchen Verstärkung“. Das Land brauche mindestens 2500 zusätzliche Polizisten, forderte er. Sparmaßnahmen bei gleichzeitig steigender Belastung hätten zu einer unhaltbaren Situation geführt.

Baden-Württemberg habe die zweitniedrigste Polizeidichte bundesweit, sagte Seidenspinner. Zahlen zum Anstieg der Belastung konnte die GdP nicht nennen. Die Gründe dafür seien mehr Einbrüche, die Flüchtlingssituation sowie Einsätze bei Fußballspielen und Demonstrationen. Seidenspinner betonte zugleich, dass Flüchtlinge nicht krimineller seien als andere.

Die Plakate zeigen Einbrecher, die sich über eine niedrige Polizeipräsenz freuen. Die GdP hat die Kampagne schon in Berlin, Brandenburg und Niedersachsen gestartet. Sie soll schrittweise in jedem Bundesland stattfinden. Zudem hat die GdP eine Homepage eingerichtet, über die Bürger eine E-Mail mit der Forderung nach mehr Polizei an ihre Bundestagsabgeordneten schicken können.

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2 Kommentare Kommentar schreiben

Vielen Dank: an die ehemalige CDU geführte Landesregierung, die den Polizei-Apparat bis auf ein Minimum heruntergefahren hat. Aber solange noch vor dem Haus von Herrn Strobel und Herrn Wolf Streife gefahren wird und genügend Polizisten da sind, um im Schlossgarten auf die eigenen Bürger zu prügeln, ist alles gut.

und wo : ist jetzt der Link zur Homepage? Oder ist das vom Journalismus zuviel verlangt, dass solche wichtige Links recherchiert und angegeben werden?

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