Mit der richtigen inneren Haltung und Planung können auch arbeitende Angestellte das Christfest genießen. „Wenn Sie an den Feiertagen arbeiten müssen, sollten Sie nicht jammern und vor Selbstmitleid zerfließen”, betont Elisabeth Bonneau. Die Benimm-Expertin rät, einen realistischen Blick auf das Weihnachtsfest zu werfen. Denn arbeiten an Weihnachten kann auch seine Vorteile haben: „Der Dienst kann für manchen eine gute Gelegenheit sein, um sich seiner problematischen Familie zu entziehen.” Auch andere positive Begleiterscheinungen können Berufstätigen ihren Einsatz versüßen: „Vielleicht sind Ihnen Ihre Patienten oder Ihre daheimgebliebenen Kollegen besonders dankbar. Oder Sie bekommen in Restaurants und Hotels mehr Trinkgeld.”
Oft können an solchen Tagen Beschäftigte die Stimmung auch selbst festlich gestalten und so den Dienst aus dem Alltagstrott herausheben. Bonneau: „Verschönern Sie sich die Pausen zum Beispiel mit selbst gebackenem Gebäck und einem weihnachtlich duftenden Tee. Ein paar Kerzen oder ein Gesteck können dabei für die passende Atmosphäre sorgen.” Zu solch einer gemütlichen Runde würden auch weihnachtliche Berichte aus der Kindheit passen. „Oder erzählen Sie sich gegenseitig Ihre skurrilsten Weihnachtserlebnisse.” Literarisch interessierte Kollegen könnten sich passende Gedichte oder Geschichten vorlesen. Kleine Gaben werden die Kollegen sicher ebenfalls überraschen und erfreuen.
Ein Team kann sich nach Dienstschluss auch mit einer kleinen Gemeinschaftsaktion belohnen: „So könnten die Kollegen zum Beispiel nach der Nachtschicht noch gemeinsam frühstücken gehen. Denn zu Hause ist um die Zeit vielleicht noch gar keiner wach. Warum sollten Sie also zusammen nicht noch etwas Schönes unternehmen?”, meint Bonneau. Wer Weihnachten arbeitet, sollte zu Hause die Vorbereitungen für das Fest auf viele Schultern verteilen und von langer Hand planen. In jedem Fall sei es sinnvoll, die eigenen Ansprüche an Perfektion herunterzuschrauben und stattdessen den Schwerpunkt auf Erholung und Entspannung zu legen.


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