Planungspanne
S-Bahn hat jetzt Verspätung
Thomas Braun und Wolfgang Schulz-Braunschmidt,
29.06.2010 14:46 Uhr
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Foto: dpa
""Ich hoffe, dass das Provisorium Ersatzfahrplan nicht mehr als ein paar Wochen dauern wird.""
Jürgen Wurmthaler, Region Stuttgart
"Die Bahn hat die Veränderungen bei den Arbeiten an der S-Bahn-Rampe in eigener Regie vorgenommen", erklärte am Montag Heike Schmidt, Sprecherin des Eisenbahnbundesamtes (Eba), auf StZ-Anfrage. Das sei auch rechtmäßig gewesen. "Da bei den Umbauarbeiten aber ein bestehendes Signal weggenommen wurde, ist die seit 1978 bestehende Ausnahmegenehmigung automatisch erloschen." Diese habe den Zugführern das Fahren auf Sicht, also das langsame Annähern an eine voraus fahrende S-Bahn, erlaubt. "Die Bahn hätte bei der Umbauplanung eine neue Ausnahmegenehmigung bei uns beantragen können", erklärte Schmidt, "das hat sie aber nicht getan."
Die Folgen sind gravierend: Wegen der erheblich verlängerten Sicherheitsabstände kommt es beim 15-Minuten-Takt im Berufsverkehr zu großen Problemen, weil nicht mehr alle zweieinhalb Minuten ein S-Bahn-Zug durch den zweigleisigen Tunnel unter dem Hauptbahnhof geschleust werden kann. Dieser gilt seit langem als Nadelöhr des Stuttgarter S-Bahn-Systems.
Ende der Arbeiten nicht in Sicht
Die Bahn hat die Panne noch in der vergangenen Woche in einer Pressemitteilung als "Fahrplanänderungen" getarnt. Wegen "zusätzlicher technischer Arbeiten" an der S-Bahn-Rampe im Hauptbahnhof müssten in den nächsten Wochen "weitere Anpassungen an den signaltechnischen Anlagen vorgenommen werden." In den Hauptverkehrszeiten zwischen 5.20 und 9 Uhr sowie 15 und 19 Uhr müssten deshalb manche S-Bahn-Züge der Linie1 aus Plochingen "bis auf weiteres" ab Hauptbahnhof über die Gäubahn nach Vaihingen geleitet werden. Auf den Linien S2, S3, S4, S5 und S6 gebe es aber keine Einschränkungen.
Im Klartext: Die Stationen Hauptbahnhof tief, Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld werden "bis auf weiteres" nicht mehr von allen S1-Zügen angefahren. Ein Ende der "signaltechnischen Arbeiten" ist nicht abzusehen: "Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck daran, die Folgen zu beseitigen", heißt es. Fachleute zweifeln an einer raschen Lösung. Da die Rampe umgebaut worden sei, müsse eine neue Ausnahmegenehmigung beantragt werden. "Das geht aber nicht von heute auf morgen."
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S-21-Diktatur haben wir schon!
die Diktatur der "parlamentarischen Demokratie" Diktatur beseitigen und Demokratie verteidigen und auf eine NEUE, des Namens würdige, Basis stellen. Das System ist DRINGENST reformbedürftigt!!!
volker s
Also, meine S2 kam kürzlich innerhalb deer ersten 19 Minuten nach Fahrplan überhaupt nicht, und die S3, die davor kommen sollte, kam mit exakt 15 Minuten Verspätung. Zwei Linien kamen innerhalb von 20 Minuten also mindestens 15 bzw. 20 Minuten zu spät. Und die anderen Linien konnte ich nicht nutzen. So läuft das mit der Planungssicherheit dann auch mit S21, und zwar nicht nur während des Baus. Verschont uns mit diesem S21-Dilettantismus, wir brauchen leistungsfähige Bahnhöfe und keine störanfälligen Schmalspur-Haltepunkte.
verspätung?
Seltsam, alle heulen, weil die S 1 verspätet ankommt. Die gesamte letzte Woche zwischen 2 und 10 Minuten. Wie auch vor dem Baubeginn schon. Das einzige was anders ist als vorher, meine S 1 hält oben am Bahnhof anstatt unten.