Räumdienst
Salzlager der Stadt sind gut gefüllt
Susanne Janssen,
26.11.2010 07:17 Uhr
Im vergangenen Winter mussten die Schneepflugfahrer Sonderschichten fahren. Foto: Rudel
""Der Winterdienst steht bereit.""
Annette Hasselwander, Eigenbetrieb Abfallwirtschaft
Das Streugut in Stuttgart wird mit 21 Lastwagen und zwölf Mehrzweckfahrzeugen auf die Straßen gebracht. 33 Mitarbeiter stehen tagsüber bereit, in der Nacht sind es elf bis 21 Kollegen. Die Stadt habe in diesem Winter wieder 2600 Tonnen Streusalz eingelagert, dazu 530 Tonnen Split und rund 300.000 Liter Solelösung. Die vergangene Saison ist den Verantwortlichen noch gut im Gedächtnis: Der Winter 2009/2010 hat für wahre Rekorde gesorgt. Mehr als 10.000 Tonnen Salz und gut 610 Tonnen Split sind auf den Straßen verteilt worden, an besonders harten Tagen fuhren die Schneepflüge rund um die Uhr - und selbst das reichte vorne und hinten nicht aus. Bürger beschwerten sich darüber, dass dicke Schneewälle das Überqueren von Straßen unmöglich machten.
Der vergangene Winter kostete 3,5 Millionen Euro
Geräumt wurden sowieso nur die Straßen der Dringlichkeitsstufe I (Hauptverkehrsstraßen, öffentlicher Nahverkehr und Zufahrt zu Krankenhäusern), II (wichtige Verbindungsstraßen) sowie III (Straßen mit starkem Gefälle). Alle übrigen Wohnstraßen versanken im Schnee. Regelmäßig kam es bei starken Schneefällen zu Engpässen: Wenn die Fahrer die Hauptrouten nach rund vier Stunden geräumt hatten, konnten sie wieder von vorne anfangen. Allein für das Tief "Daisy", das nach den Weihnachtsferien Stuttgart lahmlegte, wurden die Straßen mit 650 Tonnen Salz gepökelt. Rund 3,5 Millionen Euro kostete der vergangene Winter die Stadt. Winterdienst und Straßenreinigung sollen in den beiden Jahren 2010 und 2011 jeweils 775.000 Euro einsparen, was aber bei einem strengen Winter kaum möglich wäre.
Elke Prokopp von der AWS bestätigt, dass das Budget um fünf Prozent gekürzt worden ist. Fest steht, dass 18 Geh- und Radwege nun nicht mehr geräumt werden, dafür wurden zwei Verbindungen in Mühlhausen, eine in Bad Cannstatt und eine in Untertürkheim neu aufgenommen. "Das wird alle fünf Jahre turnusgemäß überprüft", sagt Prokopp. Die Maßnahme sei mit dem Ordnungsamt abgesprochen und habe nichts mit den Kürzungen zu tun.
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Super für Radfahrer
Schön wenn Radwege nicht geräumt werden, dann kann man ganz legal und ohne Rechtsunsicherheit die sichere Fahrbahn benutzen. Eine kleine Anregung: Die blauen Schilder, welche die Benutzungspflicht anordnen sollte man an solchen Radwegen konsequenterweise abbauen, denn so weit her kann es mit der besonderen örtlichen Gefahrenlage dann ja wohl nicht her sein.