| Zeitungsgruppe Stuttgart |Donnerstag, 23. Februar 2012
Stuttgart 21
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Räumung verschoben Das S21-Zeltlager im Schlossgarten

bb, vom 12.01.2012 07:02 Uhr
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 Foto: Leserfotograf remstal-knipser
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Stuttgart - Die Landtagswahl hat eine politische Zeitenwende in Baden-Württemberg eingeläutet und bei der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 am 27. November votierte eine Mehrheit der Bürger für das Bahnprojekt -  die Campierer im Stuttgarter Schlossgarten halten indes die Stellung. Grün-Rote Regierung, Schlichtung, Bürgerentscheid, Räumungsfrist - das alles lässt die Protest-Camper im Schlossgarten anscheinend kalt. Ob Sonnenschein, Eis und Schnee, unwirtlicher Matsch oder winterlicher Dauerregen: die "Parkschützer" zeigen sich unbeeindruckt von der (politischen) Wetterlage.

Kurz vor Weihnachten hatte die Stadt Stuttgart versucht, Nägel mit Köpfen zu machen und eine sogenannte Allgemeinverfügung zu Räumung, Aufenthalts- und Betretungsverbot für die Zeltstadt im Mittleren Schlossgarten im Amtsblatt abgedruckt. Demnach hätten die Zelte und ihre Bewohner bis zum 12. Januar, 8 Uhr, weichen müssen. Doch am Nachmittag des 11. Januar gab es erstmal wieder Entwarnung: Nach drei Eilanträgen von Projekt-Gegnern und einer gewünschten Fristverlängerung seitens der Stadt hat das Verwaltungsgericht angeordnet, dass die Räumung nicht vor dem 23. Januar beginnt.

Wann das Camp also Geschichte sein wird, steht wieder in den Sternen - wir blicken trotzdem zurück. Leserfotografen aus unserer Fotocommunity haben das "Zuhause" der Protestler im Schlossgarten im Wandel der Jahreszeiten mit der Kamera festgehalten.

Kommentare (18)
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JAN
12
19:57 Uhr, geschrieben von Martina
Lisa
"Der Park gehört doch uns allen" - Vollkommen richtig. Deshalb sollte er nicht von einem Unternehmen mit politischer Deckung zerstört werden.
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JAN
12
19:56 Uhr, geschrieben von Interessierter vom Land
Vorschlag
Da es unser aller Geld kostet, um das sich die Bewegten ja so sehr sorgen, wäre es doch durchaus sinnvoll, die Diskussion einzugrenzen. So könnten beispielsweise die Gegner des modernen Bahnhofs darauf verzichten, immer wieder das Ergebnis der Volksabstimmung in ihrem Sinne zu deuten. Niemand, der für die Finanzierung eines Projektes stimmt, ist gleichzeitig gegen die Durchführung des Projektes. Niemand. Auch die nicht, die nicht über die Intelligenz der immer rechthabenden Minderheit verfügen. Wenn Sie nämlich nicht endlich Ihre Gebetsmühlen anhalten, bekommen Sie neben der unerwünschten Videoüberwachung auch noch vieles andere mehr, was unser aller Demokratie untergräbt. Grüne raus aus der Regierung, dann ist Ruhe. Freundliche Grüße vom weiten Land.
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JAN
12
16:51 Uhr, geschrieben von Ursula Kirchner
originell
Mir gefällt das Zeltlager! Und die Parkschützer haben nichts zerstört, was nicht zu reparieren wäre. Sogar den Rasen haben sie wieder eingesät. Und Gärtner von der Wilhelma haben die runden Beete mit Blumen bepflanzt, bunt und lustig, viel schöner als die Einheitsbepflanzung von zuvor. sie haben auch keine neugepflanzten Bäume zerstört, wie die Befürworter. Und sie joggen nicht uniformiert durch den Park, wie die Kravattenhelden, einer wie der andere! - Herr was bin ich! Das Zeltlager ist eine Szene, wie sie Stuttgart immer gefehlt hat! Leider spielt die Betonwüste der Banken eine viel zu große Rolle in der Stadt. Ja, es dräut eine dunkle Wolke über uns, man spürt die Spannung allenthalben. Ach, wenn uns doch dieses Menetekel erspart bliebe! Wie tapfer doch die Parkschützer die Stellung halten, auch wenn die Polizei mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Kontainern droht. Polizeistaat! wir haben es weit gebracht! Und wie das erst aussehen wird, wenn unser Schlosspark ein übles Baufeld sein wird, die Bagger dröhnen und stinkende Lastwagen den Aushub durch die Stadt karren. Der Bahnhof war einst ein Leuchturm der Architektur, so lange, bis gierige Politiker ihn zu Schrott erklärt haben. Was so ein Politiker nicht alles darf, oh Schuster!
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