Raidt schreibt
Liebe Manager!
Erik Raidt,
26.02.2010 14:02 Uhr
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Dürfen nie zur Ruhe kommen: Manager Foto: dpa
Stuttgart - Sie sind wirklich nicht zu beneiden. Jeden Tag leisten Sie Übermenschliches. Sie arbeiten twentyfour seven, wie wir Businesspunks gerne sagen. Sie laufen täglich im großen Hamsterrad, und niemand hält es an. Kürzlich sah ich einige von Ihnen am Stuttgarter Flughafen. Sie saßen in der Wartelounge, waren mit ihren Laptops verkabelt, und der stete Strom der Daten lief ihnen wie eine Infusion ins Hirn, während sie gleichzeitig am Handy Ihre engsten Mitarbeiter zu Höchstleistungen trieben: "Ja, muss heute drrringend noch raus, ... hat höchste Priorität,...Schatz es wird heute etwas später. Ja, ich Dich auch."
Umso mehr freut es mich, dass Sie auch mal Dampf ablassen können. Drei Stuttgarter Teilnehmer des Kurses "Managerboxen" treten nächste Woche zu einem Kampf in Freiburg an. Großartig, manchmal muss das Monster, das tief unten in der Seele hockt, einfach mal raus an die frische Luft: Rums! Schon geht's besser.
Schließlich war das Leben in der Business Class schon mal sanfter gepolstert. Am Flughafen gefährdete ein Bonsai-Streik den Terminkalender. In den USA macht einer Ihrer Top-Vertreter vor dem Kongress den Bückling. Und das alles bloß, weil bei seinen Autos das eine oder andere Mal das Gaspedal geklemmt hat. Über das Image reden wir lieber gar nicht - seit bei der Finanzkrise ein paar Fantastilliarden verbrannt wurden, wissen Sie, wie sich eine Götterdämmerung anfühlt.
Gut also, dass Sie Boxkurse belegen können, im Wald Regenwürmer naschen und im Alten Schauspielhaus nach dem Motto "Keiner für alle" mit dem Säbel über die Bühne toben dürfen. Letzteres nennt sich tatsächlich Management by Shakespeare. Der Alte würde sich im Grab umdrehen.
Aber er wusste auch noch nichts von Powerpointpräsentationen, die ständig abschmieren, von der immer gleichen abgepackten Minibutter beim Hotelfrühstück und von nervigen Abteilungsleitern, die einen beim Meeting in fünf Minuten von Null auf Weißglut treiben können.
Also schlagen Sie ruhig zu, liebe Manager. Und wenn das nichts hilft, hätte ich da noch einen schönen VHS-Kurs im Angebot: "Waschmaschine für Männer."
Mit freundlichen Grüßen,
Erik Raidt
Umso mehr freut es mich, dass Sie auch mal Dampf ablassen können. Drei Stuttgarter Teilnehmer des Kurses "Managerboxen" treten nächste Woche zu einem Kampf in Freiburg an. Großartig, manchmal muss das Monster, das tief unten in der Seele hockt, einfach mal raus an die frische Luft: Rums! Schon geht's besser.
Dampf ablassen beim "Managerboxen"
Schließlich war das Leben in der Business Class schon mal sanfter gepolstert. Am Flughafen gefährdete ein Bonsai-Streik den Terminkalender. In den USA macht einer Ihrer Top-Vertreter vor dem Kongress den Bückling. Und das alles bloß, weil bei seinen Autos das eine oder andere Mal das Gaspedal geklemmt hat. Über das Image reden wir lieber gar nicht - seit bei der Finanzkrise ein paar Fantastilliarden verbrannt wurden, wissen Sie, wie sich eine Götterdämmerung anfühlt.
Gut also, dass Sie Boxkurse belegen können, im Wald Regenwürmer naschen und im Alten Schauspielhaus nach dem Motto "Keiner für alle" mit dem Säbel über die Bühne toben dürfen. Letzteres nennt sich tatsächlich Management by Shakespeare. Der Alte würde sich im Grab umdrehen.
Aber er wusste auch noch nichts von Powerpointpräsentationen, die ständig abschmieren, von der immer gleichen abgepackten Minibutter beim Hotelfrühstück und von nervigen Abteilungsleitern, die einen beim Meeting in fünf Minuten von Null auf Weißglut treiben können.
Also schlagen Sie ruhig zu, liebe Manager. Und wenn das nichts hilft, hätte ich da noch einen schönen VHS-Kurs im Angebot: "Waschmaschine für Männer."
Mit freundlichen Grüßen,
Erik Raidt
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