Raidt schreibt
Liebe Wikileaks!
Erik Raidt,
03.12.2010 07:30 Uhr
Mr. Assange, warum veröffentlichen Sie nichts über Stuttgart? Foto: foto: dpa
Stuttgart - Ich bin tödlich beleidigt mit euch. Der ganze Planet wird überschwemmt von einer Welle von Informationen mit gewaltiger Sprengkraft - ohne euch hätte niemand erfahren, dass die Amerikaner Dirk Niebel als Minister für eine "schräge Wahl" halten, dass Silvio Berlusconi "wilde Partys" feiert, während der libysche Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi seine Wehwehchen von einer "üppigen Blondine als Krankenschwester" behandeln lässt. Überall suppt es aus dem globalen Datenleck, von Kuba über Nordkorea bis zum Iran.
Nur von Stuttgart war bisher noch überhaupt nicht die Rede. Ich frage mich, woran das liegen könnte - fährt der internationale Hochgeschwindigkeitsdatenverkehr heute schon an uns vorbei? Setzt das Rathaus statt E-Mails wieder berittene Boten ein, während die gesamte Stabsabteilung des Oberbürgermeisters ein Schweigegelübde abgelegt hat? Oder, was wirklich am allerschlimmsten wäre - passiert in der Stadt einfach gar nichts Skandalöses?
Glücklicherweise kann ich den schlimmsten Fall ausschließen, seit mir Anfang der Woche eine CD mit hochbrisanten Daten zugespielt wurde. Sie rücken einiges in Stuttgart in ein neues Licht. Über Wolfgang Schuster heißt es "Partylöwe, mit Hang zu bunten Krawatten, sobald er das Rathaus verlässt". Weiterhin: "Sonniges Gemüt, auf Dienstreisen für Überraschungen gut. Soll in Stuttgarts Partnerstadt Mumbai dabei beobachtet worden sein, wie er ausgelassen auf der Straße tanzte."
Enthüllungen gibt es auch über seinen einstigen Kontrahenten Rezzo Schlauch. So finden sich auf der CD Auszüge aus dessen Autobiografie, in der sich Schlauch vor allem mit seinem Wohnort beschäftigt. Das Buch trägt den Arbeitstitel "Mein Rohr". Darin rechnet Schlauch schonungslos mit dem Stadtteil ab: "Habe mich im neuen Verkehrskreisel mit dem Rad verfahren." Und: "Das Angebot an Biokäse im Supermarkt ist unterirdisch." Nicht zuletzt: "Von den Jüngeren kennt mich hier keiner mehr."
Der Hammer der Woche erreichte mich überraschend per Intranet der Stuttgarter Zeitung. Ein Unbekannter (!) habe eine "hellgraue Adidas-Sporthose der Größe 8" in einem Dienstwagen liegen lassen. Das "Sporthöslein" befinde sich nun in der Chefredaktion. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie die Nummer ausgeht.
Mit freundlichen Grüßen, Erik Raidt
Nur von Stuttgart war bisher noch überhaupt nicht die Rede. Ich frage mich, woran das liegen könnte - fährt der internationale Hochgeschwindigkeitsdatenverkehr heute schon an uns vorbei? Setzt das Rathaus statt E-Mails wieder berittene Boten ein, während die gesamte Stabsabteilung des Oberbürgermeisters ein Schweigegelübde abgelegt hat? Oder, was wirklich am allerschlimmsten wäre - passiert in der Stadt einfach gar nichts Skandalöses?
Glücklicherweise kann ich den schlimmsten Fall ausschließen, seit mir Anfang der Woche eine CD mit hochbrisanten Daten zugespielt wurde. Sie rücken einiges in Stuttgart in ein neues Licht. Über Wolfgang Schuster heißt es "Partylöwe, mit Hang zu bunten Krawatten, sobald er das Rathaus verlässt". Weiterhin: "Sonniges Gemüt, auf Dienstreisen für Überraschungen gut. Soll in Stuttgarts Partnerstadt Mumbai dabei beobachtet worden sein, wie er ausgelassen auf der Straße tanzte."
Die Wahrheit über Rezzos Rohr
Enthüllungen gibt es auch über seinen einstigen Kontrahenten Rezzo Schlauch. So finden sich auf der CD Auszüge aus dessen Autobiografie, in der sich Schlauch vor allem mit seinem Wohnort beschäftigt. Das Buch trägt den Arbeitstitel "Mein Rohr". Darin rechnet Schlauch schonungslos mit dem Stadtteil ab: "Habe mich im neuen Verkehrskreisel mit dem Rad verfahren." Und: "Das Angebot an Biokäse im Supermarkt ist unterirdisch." Nicht zuletzt: "Von den Jüngeren kennt mich hier keiner mehr."
Der Hammer der Woche erreichte mich überraschend per Intranet der Stuttgarter Zeitung. Ein Unbekannter (!) habe eine "hellgraue Adidas-Sporthose der Größe 8" in einem Dienstwagen liegen lassen. Das "Sporthöslein" befinde sich nun in der Chefredaktion. Ich bin wahnsinnig gespannt, wie die Nummer ausgeht.
Mit freundlichen Grüßen, Erik Raidt
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Ich weiss was was du nicht weisst!
Was da über sog. Dossier der US-Administration rauskommt gibst ja wahrscheinlich in jedem Land. Ich find äußerst amüsant wie die sognannten Diplomaten mit Information umgehen; und vorallem was an Wichtigem so gesammelt wird. Ob Berluconi blonde vollbusige Krankenschwestern zu "Genesung" braucht und weiter "weltbewegende" Details. Das schien ja ein pubertierender Kindergarten zu sein?? Die Frage ist was sammelt der BND und die deutschen Botschaften so??