Rangierbahnhof Kornwestheim Wo die Geisterfahrt der Güterwaggons begann

Von SIR, Fotos: 7aktuell.de/Eyb 

Nach dem Unfall dreier Güterwaggons am Bahnhof Stuttgart-Feuerbach haben wir uns in Kornwestheim umgeschaut - dort begann die Geisterfahrt der Waggons.

Nach dem Unfall dreier Güterwaggons am Bahnhof Stuttgart-Feuerbach haben wir uns in Kornwestheim umgeschaut - dort begann die Geisterfahrt der Waggons. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie: Foto: www.7aktuell.de/Eyb 22 Bilder
Nach dem Unfall dreier Güterwaggons am Bahnhof Stuttgart-Feuerbach haben wir uns in Kornwestheim umgeschaut - dort begann die Geisterfahrt der Waggons. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie:Foto: www.7aktuell.de/Eyb

Kornwestheim - Nach dem Unfall dreier mit Schienen beladener Güterwaggons am Bahnhof Feuerbach am frühen Freitagmorgen stellte die Bundespolizei den Ursprungsort des Unglücks fest: Die Waggons gerieten im sieben Kilometer entfernten Rangierbahnhof Kornwestheim aus bislang ungeklärter Ursache in Fahrt. Dieser Vorfall sorgte für jede Menge Frust bei den Berufspendlern in Stuttgart und der Region.

Wir haben uns zwölf Stunden danach am Rangierbahnhof Kornwestheim umgeschaut - klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke.

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Mentekel für Stuttgart 21: Der Tiefbahnhof S 21 soll mit 1,5% Gefälle gegen alle international gültigen Regeln gebaut werden. Die drei Güterwaggons aus Kornwestheim haben auf einem deutlich schwächeren Gefälle gezeigt, welche Katastrophen hier quasi in den Bahnhof eingebaut werden. Es gibt schon viele Fingerzeige, die unzweideutig nahelegen, sofort auf Stuttgart 21 zu verzichten, zumindest in der geplanten Version. Das bisherige Scheitern des Berliner Flughafens gehört dazu. Dort wurden, wie in Stuttgart Brandschutz und Personenstromanalysen in den Wind geschrieben mit dem bekannten Ergebnis. In Stuttgart behauptet man einfach, das ließe sich nicht vergleichen (wie dumm und wie borniert!). Der Kostendeckel bei Stuttgart 21 ist gerissen, bevor ernsthaft gebaut wird und bevor alle Genehmigungen vorliegen. So war es auch bei der Elbphilharmonie. Geplante Kosten: 77 Millionen. Aktueller Kostenstand (die Baustelle ruht und ist noch lange nicht fertig): 645 Millionen. Mehr als das Achtfache. Drei Mal entgleisten Intercitys an derselben Weiche, weil die Bahn international übliche Standards im Schubbetrieb mißachtete (keine Zwischengerade, ungeeignete Pufferschmierung und fehlende Schubkraftbegrenzer in den Lokomotiven). Was gestern in Feuerbach geschah, ist nun der ultimative Fingerzeig: Wer Stuttgart 21 baut, riskiert eine Katastrophe. Niemand sage einst, man hätte es nicht wissen können. Ernsthafte Warnungen gab es genug. Diese ist die eindeutigste. Wären die Waggons nur eine Stunde später los gerollt: viele Tote wären zu beklagen gewesen. Ich bin gespannt, ob mein Kommentar veröffentlicht wird, oder wieder 'rein zufällig' unter den Tisch fällt. (Wie die etlicher Kollegen). 'Propheten' sind offenbar ungelitten im Wirtschaftswunderland.

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