Reaktionen zum Urteil
"Tatsachen ändern sich nicht"
Thomas Schwarz,
10.02.2011 16:44 Uhr
Die Trauer um die Opfer bleibt auch nach dem Prozess. Foto: dpa
""Mit diesem Urteil müssten alle leben können.""
Bernhard Fritz, OB im Ruhestand
"Auch wenn wir einen normalen Schultag hatten, ist das Urteil bei uns an der Schule heute Morgen sicher ein Thema gewesen", sagte Sven Kubick, der Rektor der Albertville-Realschule in Winnenden. Im Kollegium sei das Urteil sehr unterschiedlich aufgenommen worden. Schließlich seien zwölf Menschen in der Schule bei dem Amoklauf am 11. März 2009 getötet worden. Seither findet der Unterricht in einem provisorischen Containergebäude unweit der Schule statt.
Hoffnung auf Konsequenzen
Das Urteil mache die Opfer nicht wieder lebendig, aber er hoffe, dass daraus Konsequenzen gezogen werden, sagte Kubick. "Was nehmen wir mit für die Zukunft, etwa im Waffenrecht? Es muss spätestens jetzt klar sein, dass man Waffen nicht offen im Haus liegen lässt - insbesondere nicht, wenn Kinder darin leben."
Die Schulen müssten die Zusammenarbeit mit den Eltern noch verstärken, meint der Rektor. "Sie müssen Vertrauen zur Schule haben, aber auch die Kinder zu ihren Eltern." Viele Kinder und Jugendliche würden zu Hause mit ihren Problemen alleine gelassen. "Gemeinsame Gespräche sind wichtig. Sonst machen die Kinder zu und man merkt zu spät, wenn etwas nicht stimmt." Es gebe genügend Möglichkeiten der Fortbildung für Lehrer und Eltern. Das gelte insbesondere auch für den Umgang mit Gewalt in den Medien. "Das ist auch eine Aufgabe für die Eltern."
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