Regenten-Galerie im CDU-Programm Mappus und Filbinger fehlen

Von mül 

Stolz verweist die Landes-CDU im Wahlprogramm auf ihre früheren Ministerpräsidenten, deren Erbe Guido Wolf antreten soll. Zwei Namen aber fehlen in der Ahnengalerie: Filbinger und Mappus. Warum wohl?

Stefan Mappus, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg Foto: dpa
Stefan Mappus, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-WürttembergFoto: dpa

Stuttgart - Im Wahlprogramm der Landes-CDU wird der Spitzenkandidat Guido Wolf in die Tradition früherer Regierungschefs gestellt. „Die Galerie unserer baden-württembergischen Ministerpräsidenten kann sich sehen lassen“, heißt es ganz hinten, auf Seite 153. „Erfahrene Persönlichkeiten wie Gebhard Müller und Kurt Kiesinger, dynamische Macher wie Lothar Späth und Günther Oettinger oder ein Landesvater wie Erwin Teufel haben das Land in ihrer Zeit geprägt.“ Neben den richtigen Inhalten brauche eine gute Politik eben auch “die passenden Köpfe” – so wie jetzt Wolf.

Ausgerechnet zwei Regierungschefs aber fehlen in der Ahnengalerie: ein bei Wahlen zuletzt höchst erfolgreicher, Hans-Karl Filbinger (1968 bis 1978), und ein ziemlich erfolgloser, Stefan Mappus (2010 bis 2011). Filbinger stürzte am Ende über den Umgang mit seiner NS-Vergangenheit, Mappus wurde auch wegen seines rustikalen Regierungsstils abgewählt.

„Kein Anspruch auf Vollständigkeit“

Sind die beiden für die CDU womöglich nicht mehr vorzeigbar? Sollen sie gar dem Vergessen anheim gegeben werden? Nicht doch, widerspricht der Wahlkampfleiter Thorsten Frei. „An dieser Stelle des Regierungsprogramms wird keine enzyklopädische Auflistung der Ministerpräsidenten Baden-Württemberg gegeben, die Anspruch auf Vollständigkeit erhebt“, sagt er. „Insofern muss sie hier auch nicht erwartet werden.“

10 Kommentare Kommentar schreiben

Wie man's macht:: Ich könnte wetten, der StZ wäre es auch ein Artikel wert gewesen, wenn Filbinger und Mappus im Wahlprogramm abgebildet worden wären!! Und ich wette, in den Wahlprogrammen aller Parteien werden sogar Inhalte - die noch mehr Einfluss auf Baden-Würtemberg haben - durch Weglassen oder gar Verdrehen angeboten.

Politik: ist Gnadenlos gegenüber allem und jedem. Selbst ehemalige Protagonisten dieses Gewerbes, eines der übelsten, neben dem organisierten Verbrechen, fallen in Ungnade, werden tot geschwiegen. Alles nur zum Ruhme der Partei. Was für ein widerwärtiges Pak sich in diesen Gefilden tummelt. Es war mir ein Bedürfnis, hier einmal selbst die verbale Keule zu schwingen. gez. Maier, Rolf-Joseph, Freigeist und Ex-Rock-Musiker

Ich will Namen lesen, Herr Maier: und kein schriftliches Guggamusik-Konzert. Wenn Sie die "richtigen" Namen hier rein stellen, dann gehe ich mit Ihrem Konzert hier konform. Sozusagen.

Verehrter Kommentator-Kollege: Bogunovic, die Liste der Namen würde diesen beschränkten Rahmen der zur Verfügung stehenden Zeilen sprengen, daher lasse ich es bei der allgemeinen Umschreibung. Im übrigen mag ich die Art von Musik, die ,, Gugga-Musik,, . Ich selbst habe nie welche gemacht. Konzerte, ich nenne das Gigs , bestreite ich schon seit geraumer Zeit keine mehr. Sie dürfen aber deshalb trotzdem mit meiner Meinung ,, konform ,, gehen, auch ohne ,, Guggen-Musik,,. Schönes , swingendes Wochenende. gez. Maier, Rolf-Joseph, Freigeist und Ex-Rock-Musiker

CDU : Dass eine Partei wie die CDU, die bei der Auswahl ihres Spitzenpersonals (wie Mappus und Filbinger zeigen) ein so schlechtes Urteilsvermögen bewiesen hat, trotzdem in der Vergangenheit so erfolgreich sein konnte, ist mir einigermaßen unbegreiflich.

Wie immer: die christliche Partei baut auf unser schlechtes Gedächtnis. Hat ja bisher auch gut geklappt.

TEUFEL hat die Anteile an der EnBW: verkauft . Mappus wollte diesen Fehler gutmachen und wurde kurz nach dem Rückkauf auch von den Grünen gelobt . Merkel hat in ihrer Fukushima Panik allen AKW Betreibern und den Aktionären , also auch dem Land , massiv geschadet und Milliarden an Werten vernichtet . Eigentlich müßte Kretschmann die Berliner Chaostruppe verklagen auf Schadenersatz .

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