Wegen der harten Kritik an dem neuen Werbelogo für Stuttgart und die Region soll es einen erneuter Suchlauf für ein neues Logo geben. Foto: StZ
Stuttgart - Die harte Kritik an dem neuen Werbelogo für Stuttgart und die Region bleibt nicht ohne Konsequenzen. Die Verantwortlichen von Stuttgart Marketing wollen sich den massiven Vorwürfen insbesondere aus der lokalen Kreativszene mit einem neuen Suchlauf für ein neues Logo stellen. "Wir wollen den Aufsichtsgremien Ende September und Anfang Oktober vorschlagen, dass wir für das Logo noch einmal einen Wettbewerb machen, der dann grundsätzlich offen ist", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Stuttgart Marketing, Erster Bürgermeister Michael Föll, am Montag auf Anfrage.
Fehler im Verfahren eingeräumt
Wie ebenfalls am Montag bekannt wurde, hat der Touristikchef Armin Dellnitz in einem Antwortschreiben an den Art Directors Club Fehler beim bisherigen Verfahren eingeräumt und angekündigt, dass bis auf weiteres das alte Logo, also der Stuttgart-Namenszug mit dem bunten Dächle, auch für die geplanten neuen Werbematerialien verwendet werde. Zudem werde es für das neue Webdesign eine beschränkte Ausschreibung geben. "Möglicherweise sind wir zu schnell und zu prozessorientiert vorgegangen und haben uns für das letzte Stück im Prozess zu wenig Zeit genommen und damit diesen Teil unterschätzt", schreibt Dellnitz an den lokalen Vorstand des Art Directors Clubs, Jochen Rädeker, und "die sehr geehrten Kreativschaffenden der Region Stuttgart".
Wie berichtet, hatte das neue Logo mit seinem von sternförmigen bunten Linien umrahmten Namenszug Region Stuttgart eine starke Welle an Protest und Spott ausgelöst. Das von der Berliner Agentur Embassy vorgeschlagene Logo wird als billig wie Eiswerbung und imageschädigend gegeißelt, der Art Directors Club forderte, "die Entscheidung für das neue Stadt- und Regionsignet zurückzunehmen und damit Schaden von unserer Heimat zu wenden". Umso positiver reagiert die Szene jetzt auf die Kehrtwende. "Ich freue mich, dass die Verantwortlichen die Möglichkeit schaffen wollen, dass Stadt und Region adäquat auftreten können. Fehler zuzugeben ist nicht leicht, dafür gebührt Herrn Dellnitz unser aller Respekt", sagt Jochen Rädeker.
Rädeker rechnet mit einer regen Wettbewerbsbeteiligung. "Die Aufgabe ist nicht leicht, aber ich denke, dass sich viele der Herausforderung stellen werden. Wir Kreativen haben ein besonderes Interesse, dass in dem Signet das Liebenswerte und Lebenswerte der Region rüberkommt."
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