Reiseverkehr über die Ostertage Elf Autobahnbaustellen bremsen die Fahrt

Von Michael Petersen 

Etliche Baustellen auf den Autobahnen in Baden-Württemberg könnten die Reiselust der Urlauber möglicherweise dämpfen. Die Behörden versprechen, dass trotzdem möglichst viele Fahrstreifen zur Verfügung stehen sollen.

Allenthalben Stau – für viele Reisende könnte der Osterurlaub so beginnen. Foto: dpa
Allenthalben Stau – für viele Reisende könnte der Osterurlaub so beginnen.Foto: dpa

Stuttgart - So kurz die Osterferien sind, der Reiselust wird dies kaum Abbruch tun. Gerade wegen dieser einen, knappen Ferienwoche dürfte sich der Verkehr auf wenige Tage oder gar Stunden konzentrieren. Doch die Vorfreude auf den Ferienort wird nicht unerheblich getrübt, wenn die Fahrt sich in die Länge zieht. Vor Beginn der für Donnerstag und Freitag prognostizierten Reisewelle – und dem Rückreiseverkehr am Ostermontag – nennt das Stuttgarter Verkehrsministerium Stau-Schwerpunkte. Auf zahlreichen Autobahnabschnitten im Land sind Sanierungsmaßnahmen im Bau, elf Autobahnbaustellen behindern in diesen März-Tagen das flotte Fortkommen. Allerdings sollen diese Baustellen so geplant werden, dass möglichst viele Fahrspuren genutzt werden können. Im Idealfall stehen dem Verkehr auch während der Bauarbeiten überwiegend die gewohnten Fahrstreifen je Fahrtrichtung zu Verfügung, wenn auch bei reduzierten Geschwindigkeitsvorgaben.

Aus Erfahrung wissen die Experten, wo sich Stauschwerpunkte befinden werden; Genannt wird die A 5 zwischen Hemsbach und Weinheim, die A 6 zwischen Schwäbisch Hall und Ilshofen/Wolpertshausen, die A 7 im Bereich Aalen/Westhausen – hier wird der Agnesburgtunnel instandgesetzt –, die A 8 zwischen Leonberg-Ost und dem Autobahnkreuz Stuttgart und im weiteren Verlauf zwischen Esslingen und Wendlingen sowie zwischen Hohenstadt und Ulm-West. Schließlich ist in dieser kleinen Liste auch noch die A 81 zwischen Ahorn und der bayerischer Landesgrenze aufgeführt.

Laut ADAC sind all großen Autobahnen betroffen

Soweit die Prognosen für Baden-Württemberg. Der ADAC schaut über die Landesgrenzen hinaus und hält lapidar fest: „In Deutschland sind alle großen Autobahnen betroffen.“ Auch im benachbarten Ausland gelte wegen des Urlaubsverkehrs „Alarmstufe rot“. Ein Beispiel sei herausgegriffen: Vor allem auf dem Rückweg müssen Reisende an den Grenzen zu Österreich Staus und längere Wartezeiten wegen der Grenzkontrollen einkalkulieren. Jeder Urlauber, auch Kinder, muss gültige Ausweispapiere mit sich führen. In diesem Zusammenhang gibt es nicht nur Klagen. Um die Kontrollen zu umgehen, könnten Ausflügler aus Süddeutschland vermehrt Ausflugsziele in Oberbayern besuchen, führt der lokale Tourismusverband aus und sieht die Grenzkontrollen in dieser Hinsicht positiv.

Das Autoradio informiert in aller Regel die Autofahrer über drohende Staus. Daraus lassen sich Schlüsse ziehen, wie ein Stau zu umgehen ist. Noch genaueres liefert die Internetadresse: http://www.svz-bw.de. Hier sind bei in der Regel stark belasteten Autobahnen und Bundesstraßen Kamerabilder zu finden, die im Minutentakt aktualisiert werden. Das grün geführte Verkehrsministerium in Stuttgart empfiehlt zur Vermeidung von Stau-Engpässen, gleich ganz auf das Auto zu verzichten. Bei Reisen könne auch auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen werden.

Eine Übersicht über die stauträchtigen Autobahnabschnitte

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