Reutlingen Drei Polizisten bei Protest gegen AfD verletzt

Von red/lsw 

Rund 40 Teilnehmer einer Kundgebung gegen den Neujahrsempfang des AfD-Verbandes in Reutlingen hatten am Freitagabend einen Eingang zum Veranstaltungsort mit einem Fahrradschloss abgesperrt. Dabei kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei.

In Reutlingen kam es rund um eine AfD-Veranstaltung zu Zusammenstößen mit der Polizei. Foto: dpa
In Reutlingen kam es rund um eine AfD-Veranstaltung zu Zusammenstößen mit der Polizei.Foto: dpa

Reutlingen - Bei Protesten gegen eine Veranstaltung der AfD in Reutlingen sind drei Polizisten verletzt worden. Rund 40 Teilnehmer einer Kundgebung gegen den Neujahrsempfang des örtlichen AfD-Verbandes hatten am Freitagabend einen Eingang zum Veranstaltungsort mit einem Fahrradschloss abgesperrt, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin kam es zu Auseinandersetzungen der Demonstranten aus der linken Szene mit AfD-Anhängern und der Polizei.

Sowohl die Beamten als auch Demonstranten sprühten mit Pfefferspray. Dabei erlitten zwei Polizisten Augenreizungen. Ein weiterer bekam einen Schlag auf den Kopf und trug eine Platzwunde davon. Alle drei Beamten konnten ihren Dienst allerdings fortsetzen. Zu verletzten Demonstranten machte die Polizei keine Angaben. Ein Demonstrant wurde festgenommen, weil bei ihm ein Tierabwehrspray gefunden wurde.

Zu dem Protest des „Bündnisses für Toleranz und Vielfalt“ vor dem Spitalhofsaal am Marktplatz hatten unter anderem die lokalen Verbände von SPD, Grünen, Linke und FDP sowie der Gewerkschaften IG Metall, DGB und Verdi aufgerufen. Nach Angaben eines Polizeisprechers nahmen rund 350 Menschen daran teil. Beim Neujahrsempfang der rechtspopulistischen Partei sollte der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland eine Rede halten.

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9 KommentareKommentar schreiben

Die haben aufgerufen:: "SPD, Grünen, Linke und FDP sowie der Gewerkschaften IG Metall, DGB und Verdi aufgerufen" und 350 sind gekommen. Naja wenn von 7 aufrufenden Großorganisationen grad mal im Schnitt 50 erscheien. Kann es mit dem "breiten Bündnis" nicht weit her sein. Wenn da auch noch eine Menge Krawallmacher kommen wird das schon bedenklich. Die dann auch noch Straftaten begehen. Man beachte das: "Gesetz über Versammlungen und Aufzüge (Versammlungsgesetz) § 21" Dort steht: "Wer in der Absicht, nicht verbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." Dann wird das erst recht bedenklich wenn / Großorganisatonen nicht dagegen ankommen (wollen).

Logik: Die Logik der Pegida und AfD lautet doch, dass mehr Flüchtlinge zwangsläufig mehr Brandanschläge und inzwischen schon Handgranatenanschläge auf Flüchtlingsheime begünstigen würden. Wieso gilt dann nicht auch die Logik, dass mehr AfD (mit Schießbefehl auf Flüchtlinge und anderes Gehetze) nicht auch mehr Gewalt gegen die AfD begünstigen kann? Nur eine logische Frage.

Ist doch schon immer so gewesen: diejenigen, die am meisten nach Toleranz schreien, sind am Ende die intolereantesten sobald irgendjemand nicht in ihr Weltbild passt.

Gute Reklame für die AfD: Solche Meldungen bringen sie auch im Ländle auf 15%. In den letzten sechs Wochen vor der Wahl wird noch viel passieren. Panta rhei - alles ist im Fluss...

Sehr hilfreiche Hooligans: die bewegen sich auf dem selben Niveau wie die Fußballfans, die sich vor dem Stadion prügeln, damit drinnen "ihre" Mannschaft gewinnt. Das einzige was die davon hat, ist ein Punktabzug.

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