Reutlinger Maschinenbauer Manz kommt bei der Sanierung voran

Von Imelda Flaig 

Der angeschlagene Reutlinger Maschinenbauer Manz hat auch im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis verbessert und sieht sich auf Kurs.

Eine Maschine von Manz schneidet Dünnschicht-Solarplatten mit Lasern Foto: Manz
Eine Maschine von Manz schneidet Dünnschicht-Solarplatten mit Lasern Foto: Manz

Reutlingen - Maschinenbauer Manz, der lange in den roten Zahlen steckte, schlägt wieder einen Erfolgskurs ein. Im dritten Quartal weist das Unternehmen wieder ein positives Ergebnis aus, so dass unterm Strich in den ersten neuen Monaten 2017 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 0,8 Millionen Euro steht – im Vorjahreszeitraum war es noch ein Minus von 25,7 Millionen Euro. Man habe weitere notwendige Maßnahmen eingeleitet, um durch gezielte Organisations- und Prozessverbesserungen sowie die Bereinigung des Produktportfolios die Wettbewerbs- und Renditefähigkeit von Manz nachhaltig zu steigern, sagte Vorstandschef Eckhard Hörner-Marass. „Wir sehen uns dabei insgesamt auf einem guten Weg.“ Der Umsatz verbesserte sich um 15,1 Prozent auf 192,6 Millionen Euro. Fürs Gesamtjahr sieht sich der Vorstand bei einem Auftragsbestand von gut 287 Millionen Euro Ende September 2017 im Plan.

Großteil der Solarumsätze soll im vierten Quartal kommen

Bei den Maschinen, mit denen in China Solarmodule der sogenannten CIGS-Technologie hergestellt werden, spricht Manz von einer Realisierung innerhalb des vorgesehenen Zeitplans. Der Großteil der für 2017 eingeplanten Solarumsätze wird im vierten Quartal erwartet. Fürs Gesamtjahr rechnet Manz unverändert mit einer „signifikanten Steigerung“ des Umsatzes auf mindestens 350 Millionen Euro. Auch werde inklusive Sondereffekte ein gegenüber dem Vorjahr (- 35,9 Millionen Euro) signifikant verbessertes positives Ergebnis vor Zinsen und Steuern erwartet, heißt es weiter.

Manz beschäftigt weltweit rund 1700 Mitarbeiter, davon etwa die Hälfte in Asien. Der Maschinenbauer gilt als Hightech-Anbieter von Produktionssystemen und wichtiger Innovationstreiber für den Durchbruch von Schlüsseltechnologien – unter anderem bei der Energieerzeugung und -speicherung, bei Displays und Geräten für globale Kommunikation sowie der E-Mobilität.