Revierleiter geht in Ruhestand
"Kommen Sie, da wird geschossen!"
Thomas Schwarz,
24.08.2010 14:24 Uhr
Rolf Böskens kann auf 41 Jahre bei der Polizei zurückblicken. Foto: Stollberg
""Winnenden hat eine gute soziale Struktur, die Stadt ist sehr liebenswert.""
Rolf Böskens über seinen Wohn- und Arbeitsort
Innerhalb weniger Augenblicke sind alle acht Polizisten des Interventionsteams auf dem Weg. "Die erste Streifenwagenbesatzung hat dabei die Aufgabe, sofort in das Gebäude zu gehen und den Täter zu stellen. Das ist hoch riskant" Rolf Böskens sitzt im dritten Streifenwagen, drei seiner Leute sind in der Schule, die zweite Besatzung ist bereits im Schlossgarten, wo Schüsse zu hören waren. "Ich war dann die Schnittstelle zum Revier und gleichzeitig der Einsatzleiter, bis der Leiter der Polizeidirektion vor Ort war."
Böskens ist ein Mensch, der eine freundliche, heiter-gelassene Stimmung ausstrahlt, aber auch die Gewissheit, dass eben deshalb in brenzligen Situationen Verlass auf ihn ist. Während des Amoklaufs und in den Wochen danach hat der heute 60-Jährige eine Aufgabe gemeistert, die vor ihm noch kein Revierleiter in Baden-Württemberg zu bewältigen hatte. Der permanente Stress habe ihn an seine Grenzen gebracht. Jetzt geht er in den Ruhestand. "Aber ganz regulär", sagt er schmunzelnd.
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Nur kein Neid,
immerhin stehen über 40 Berufsjahre mit sicherlich hohen Anforderungen auch an die seelische Belastbarkeit zu Buche. Und er geht "ganz normal" in Pension und reklamiert nicht mal einen Dienstunfall, trotz Einsatz beim Amoklauf. Den Vergleich Halma /Malefiz kannte ich bisher nicht, aber der Gedanke gefällt mir und es wäre schön, wenn dieses Denken weiter verbreitet wäre.
GRATULATION !
Mit 60 als Polizeioberrat regulär in Pension . Das passt . Herzlichen Glückwunsch .