Rückenschmerzen
Probleme nicht beim Arzt abgeben
Tanja Wolf,
12.03.2010 08:13 Uhr
Ein Wunderwerk der Biomechanik: die Wirbelsäule. Leider ist sie recht störanfällig. Foto: picture-alliance
Barbara Tödte von der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland ist überzeugt, dass Operationen "in erheblichem Maße überflüssig sind". Manche Patienten haben nach der Operation die gleichen oder sogar stärkere Schmerzen, weil nicht entferntes Bandscheibenmaterial nachrutscht oder entstehendes Narbengewebe wieder auf die Nerven drückt. "Viele Patienten erwarten, dass nach einer Operation die Schmerzen weg sind. Das wird aber in der Regel nicht erreicht, weil die Ursachen oft nicht auf die Bandscheibe reduzierbar sind", sagt Tödte.
Psychische Gründe in Betracht ziehen
Bei chronischen Schmerzen, die also schon länger als drei - manche Experten meinen auch länger als sechs - Monate anhalten, helfen Operationen nach ihrer Ansicht ohnehin nicht. "Viele Patienten wollen aber operiert werden, weil sie glauben, am Körper könne man wie am Auto in der Werkstatt einen Schaden komplett beheben. Doch das funktioniert nicht, denn dabei vergisst man die Psyche."
Psychische Gründe für Rückenschmerzen sind Stress, Sorgen am Arbeitsplatz oder in der Familie. Psychosoziale Faktoren wie eine pessimistische Einstellung, ein starkes Krankheitserleben oder private und berufliche Belastungen erhöhen das Risiko für chronische Verläufe. Dabei seien "übermäßige Ängste oder Sorgen wegen der Rückenschmerzen oft unnötig", sagt Dietmar Krause vom Deutschen Grünen Kreuz: "Über 90 Prozent der Beschwerden sind nicht behandlungsbedürftig und verschwinden meist nach ein paar Tagen."
Seite
1
2
Weitere Artikel


23 Mal Stuttgart – wir stellen Ihnen alle 23 Stadtbezirke vor >>

Es gibt ein einfaches, wirksames Training
Für alle Rückengeplagten unbedingt lesenswert: www.snaix.com Einfach, sportlich, motivationsstark und höchst wirkungsvoll!
Selbsthilfe kann man lernen
Der 7.Deutsche Wirbelsäulenkongress der Dorn-Methode im Oktober 2009 im Haus der Wirtschaft in Stuttgart hat ja gezeigt, wie effizient, einfach und tiefgreifend sich der einzelne selber helfen kann: nicht nur in den Vorträgen medizinischer Koryphäen sondern vor allem auch ständig in den Praxisdemonstrationen. Im Oktober 2011 findet der nächste Kongress statt. Eine einfache Allround-Dorn-Selbsthilfe-Übung inzwischen: Rücken rund machen - an die Türkante lehnen - in die Knie gehen - Becken immer wieder vor und zurück bewegen - Rücken dabei rauf / runter abrollen, natürlich kante neben der Wirbelsäule. In vielen Fällen wird man mit einer gezielten Dorn-Übung schmerzfrei; dazu kommt aber, dass man auch sein "Betriebssystem" besser verstehen lernt und sich die Probleme erst gar nicht mehr macht. CA Dr. Patrick Reize hat in Vertretung des Oberbürgermeisters das ausdrücklich gewürdigt. Wenn der Betroffene weiß, wie es geht, kann er sehr viel Verantwortung für sich selbst übernehmen. Ich grüße freundlich. Franz Josef Neffe