S-Bahn-Panne Verbände fordern Entschädigung
Wolfgang Schulz-Braunschmidt, 02.07.2010 14:29 Uhr
 Foto: Steinert
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Stuttgart - Die Bahn hat frühzeitige Warnungen vor einem drohenden S-Bahn-Chaos unter dem Hauptbahnhof beim Umbau des Gleisvorfelds in den Wind geschlagen: "Gravierend ist auch die geplante Sperrung einer S-Bahn-Rampe zum Haltepunkt Hauptbahnhof (tief). Dadurch wird es insbesondere in der Hauptverkehrszeit zu großen Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr kommen. Zeitweise werden nicht mehr alle Bahnen bis zur Stadtmitte fahren können."

Diese Sätze stammen aus einer bereits Mitte September vergangenen Jahres veröffentlichten Pressemitteilung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) und des Fahrgastverbandes Pro Bahn zu dem umstrittenen Schienenprojekt Stuttgart 21. Darin forderten beide Verkehrsvereine die Planer der Deutschen Bahn unter anderem auf, offen zu legen, "wie lange die Störungen auf der Linie und im Netz dauern werden". Bei der S-Bahn können seit fast zwei Wochen - wie berichtet - nicht mehr alle sechs S-Bahn-Linien den Tunnel unter dem Hauptbahnhof passieren, weil durch Umbauarbeiten im Gleisvorfeld für Stuttgart 21 eine Ausnahmegenehmigung aus dem Jahr 1978 erloschen ist. Diese erlaubte es den Lokführern, auf Sicht nahe an einen vorausfahrenden Zug heranzufahren.

Züge der Linie S1 werden zum Teil vom Hauptbahnhof aus über die Gäubahn nach Vaihingen geführt und können deshalb die Stationen Stadtmitte, Feuersee, Schwabstraße, Universität und Österfeld nicht mehr anfahren. Eine Sonderkommission der Bahn sucht "mit Hochdruck" nach einer Lösung - bis jetzt allerdings vergeblich. Wie am Donnerstag bereits gemeldet, wirkt sich die schwere Panne bei der Stuttgarter S-Bahn inzwischen auch auf zahlreiche Bahnverbindungen im weiteren Umland der Landeshaupstadt aus.

Sonderkommission sucht Lösungen


"Die Probleme bei der S-Bahn sind jetzt sogar noch früher als von uns erwartet eingetreten", sagt der VCD-Landesvorsitzende Matthias Lieb. "Wir haben im vergangenen Jahr den S-21-Projektsprecher Wolfgang Drexler und Fachleute der DB Netz AG bei einem Treffen auf die zu erwartenden Schwierigkeiten hingewiesen." Es werde alles funktionieren, hätten die Gesprächspartner geantwortet.

Kommentare (32)
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JUL
07
Jakutzi, 20:49 Uhr

Unsinnige Forderung

Liebe Freunde von der Gegnerfront, was würde sich denn an den Problemen mit der S-Bahn ändern, wenn man Stuttgart 21 jetzt einstampft? Die Ausnahmegenehmigung für die S-Bahn ist doch nun mal weg und würde auch bei einer Einstellung des Projekts nicht mehr erneuert, nicht wahr? Wozu also eure unsinnige Forderung? Die Antwort ist ganz einfach: Ihr fordert das schon sein Jahr und Tag und nutzt jeden realen oder herbeigeredeten Anlass dazu, diese Forderung zu wiederholen. Sorry liebe Freunde, dadurch gewinnt sie auch nicht mehr an Substanz. Stuttgart 21 ist und bleibt die beste Alternative, Schön, dass Stuttgart 21 kommt.

JUL
03
Denker, 19:22 Uhr

@faken

Hallo faken, meinen Sie nicht immer Sie wären in der Lage meine Beiträge so toll zu "zerpflücken"? Aber ich warte noch immer darauf das hier meinen letzten Beitrag "gekonnt zerpflücken"! Nachdem Deutschland so toll gewonnen hat ist es nur noch das was ich brauche um einen völlig perfekten Tag zu haben! Schade das Sie mir und den Anderen diese Freude nicht gönnen wollen.

JUL
03
oliver schwarz, 11:01 Uhr

Und noch mehr Verspätung

Stuttgart 21 Die Ausschreibung für die Tieferlegung des Nesenbach-Abwasserkanals ist geplatzt. Das kostet Zeit. http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2545853_0_2147_-puenktlicher-baubeginn-rueckt-in-weite-ferne.html

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