S21-Fildertunnel Zu Besuch bei Bohrmaschine Suse

Von the/dpa 

360-Grad-Kugelpanorama Mit 5700 PS frisst sich Tunnelbohrmaschine Suse unter der Erde in Richtung Stuttgart. Sie gräbt den Fildertunnel, ein Kernstück des Milliardenprojekts Stuttgart 21.

So sieht sie aus, die Bohrmaschine Suse, die den Fildertunnel für Stuttgart 21 gräbt. Foto: www.7aktuell.de | Oskar Eyb 29 Bilder
So sieht sie aus, die Bohrmaschine Suse, die den Fildertunnel für Stuttgart 21 gräbt.Foto: www.7aktuell.de | Oskar Eyb

Stuttgart - Suse heißt die Tunnelbohrmaschine, die sich für das Bahnprojekt Stuttgart 21 von den Fildern in Richtung Landeshauptstadt gräbt. Mit ihren 2000 Tonnen Stahl frisst sich Suse für den Fildertunnel ins Gestein. Er ist als Verbindung zwischen der Stuttgarter City und dem Landesflughafen ein Kernstück des Milliardenprojekts.

Suse im 360-Grad-Kugelpanorama:

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20 Millionen Euro ist Suse wert. Ihren Namen hat sie nicht von ungefähr. Dank der Neubaustrecke soll man künftig mit dem Zug in 31 Minuten in Ulm sein. Darauf bezieht sich auch die Bezeichnung der 5700 PS starken Bohrmaschine: „Stuttgart-Ulm schneller erreicht“.

In 50 Minuten schafft Suse zwei Meter. Dann werden die sogenannten Tübbinge eingebaut, zwei Meter breite Betonringe, die die Tunnelröhre stützen. 607 Tübbinge wurden bisher (Stand: 8. April 2015) verbaut. Etwa 1300 Meter tief sind die Mineure inzwischen im Berg. Sie benutzen eine kleine Eisenbahn, um an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.

Wenn die "geologische Übergangszone" beginnt, kann Suse nicht weiter. Dann steht das schwierige Gestein Anhydrit an, das aufquillt, wenn es mit Wasser in Kontakt kommt. Hier müssen die Mineure auf die traditionelle Bergbauweise mit Bagger, Meißel und gezielten Sprengungen umstellen.

Dann wird Suse abgebaut - denn rückwärts fahren kann die Bohrmaschine nicht. Etwa ein halbes Jahr dauert es, die Maschine ab- und wieder aufzubauen, dann setzt Suse am Filderportal für Tunnelröhre Nummer zwei an.

45 Kommentare Kommentar schreiben

DassSUSE: nicht Rückwärts fahren kann - - also das sollte technisch schon möglich sein- vielleicht mit einer Winde zurück ziehen oder so ? Ein HALBES Jahr ?? entschuldigen sie aber das ist ECHT zuviel Zeit.

wie wollen sie das bewerkstelligen?: suse gräbt sich durch den berg. vorne dran ein schild von 10,80m durchmesser. wenn suse gebohrt hat werden sofort die tübbinge mit einer wanddicke von 30 bis 50 cm (je nach belastung) eingebracht. dadurch ist der tunneldurchmesser um bis zu einem meter geringer als der durchmesser des schilds. wie wollen sie da suse zurückziehen?

Es ist immer wieder lustig---: wie die S 21 Gegner glauben sie hätten eine Ahnung und schießen sich dann mit so einem Unsinn ins eigene Bein+++ Herr zaruba, informieren sie sich doch erst über Tunnelbohrmaschinen, den Sinn und Zweck sowie die Technik bevor sie hier von technisch machbaren fabulieren !

ich bin kein Gegner,: noch maße ich mir an eine Ahnung zu haben. Wenn aber der Bohrkopf zu groß ist für eine Rückfahrt. Vielleicht könnte er zerlegt werden. Wenn die Tübbinge sitzen und die eigentliche Maschine reinpasst, KÖNNTE es möglich sein. "KNUT" - nicht gleich frech werden - OK ??

Suse: .. hält dieser Schrotthaufen überhaupt bis zum Anhydrit durch? Falls ja, wieviele Monate bzw. Jahre brauchen diese Superexperten dann wieder für die Feinjustierung dieses Dings?

Aus: dieser unqualifizierten Bemerkung spricht der blanke Frust; aber ruhig Blut: wenn's Schwierigkeiten geben sollte wird man sich ganz sicher demütigst an Sie wenden...

Baufortschritt im Fildertunnel: 30.03.15 - 07.04.15 => 103,53m === 07.04.15 - 13.04.15 => 116m,78m ==== Die Hoffnung, dass dieser "Schrotthaufen" also bald zusammenbricht und damit das ersehnte Projektende herbeiführt lässt sich mit diesen Zahlen nicht herleiten. Auch die übliche Feinjustierung scheint wohl abgeschlossen. Jetzt geht's mit ca. 100m pro Woche vorwärts. Den Rest können sie sich selbst hochrechnen

Frust: Frust? Wieso Frust? Ich finde dieses Debakel mittlerweile äusserst unterhaltsam. Und die echten Schenkelklopfer stehen uns ja noch bevor. Das wird ganz großes Kino werden..

Suse: .. hält dieser Schrotthaufen überhaupt bis zum Anhydrit durch?

Erfolgereiche Tunnel-Bauten: sprechen hier für sich selbst. - - - Allerbeste Beispiele sind Gotthard-Basistunnel, Brennerbasistunnel und weitere, - DIREKT bei unseren Nachbarn in der Schweiz, Österreich, Frankreich und so weiter. - - - Da brauchts gar keine Verweisse in entferntere Länder mehr. - - - Alles wunderbar nachzulesen in WIKIPEDIA !! :-) Und wiedereinmal ist der Bau unseres Stuttgart 21, eine von unzähligen Baumaßnahmen weltweit :-) In Stuttgart wird dieß wohl auch zu machen sein ;-)

Warum erwähnen sie nicht den Tunnelbau von Köln, Herr Steinert?: Auch bei dieser Baumaßnahme hat Herr Herrenknecht Kasse gemacht, ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass er seinen Profit vom Kölner U-Bahn-Bau an die Opfer gespendet hätte, aber vielleicht habe ich auch etwas übersehen? Ich lasse mich diesbezüglich gerne belehren. Um Mißverständnissen vorzubeugen, die Firma Herrenknecht trägt meines Wissens keine Schuld an dieser Baukatastrophe, aber hat sich am gesamten Bauvorhaben bereichert, das halte ich für unanständig, es sei denn, er hat sich bei den Opfern entschuldigt und tatsächlich seinen kompletten Gewinn davon gespendet, dann ziehe ich meinen Hut vor ihm.

Mit: Verlaub, Herr Notter: Wenn Sie eine Privatfehde mit Herrn Herrenknecht ausfechten möchten, wenden Sie sich doch bitte an Ihn persönlich und verschonen Sie die geneigte Leserschaft vor Ihrem geistigen Dünnpfiff. Nicht nur, dass Ihre Worte pietätlos sind, Sie bewegen sich auf sehr dünnem Eis wenn Sie hier von "Kasse machen" und "Bereicherung" sprechen. Warum Sie im Übrigen ein gewinnorientiertes Unternehmen mit der Caritas verwechseln wird hoffentlich Ihr Geheimnis bleiben, ich für meinen Teil verzichte auf eine "Erläuterung".

Herr notter: wieder schreiben sie über Dinge von denen sie nichts verstehen oder von der Wahrheit nichts wissen wollen ! Herrenknecht steht in keinem Zusammenhang mit dem Unglück in Köln, es gab dazu weder eine Strafanzeige noch eine offizielle und rechtlich unterlegte Schulddzuweisung an die Fa. Herrenknecht !

Heinz Notter: Herr Notter, bitte beherzigen Sie doch ihren eigenen Ausspruch: Schuster, bleib bei deinem Leisten. Die Gegner, die nun wirklich keine Ahnung von S21 haben, glauben, sie könnten mit ihren lächerlichen Aussagen (fern von irgendwelchen Fakten) irgendjemanden beeindrucken. Nichts von dem, was Sie bisher gesagt haben, ist eingetroffen. Und das wird auch so bleiben. Herr Herrenknecht hat im kleinen Finger mehr Wissen als alle Gegner zusammen jemals haben werden – deshalb hat ER auch Erfolg.

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