S21-Gegner versorgen Autofahrer Kaffee und Kekse, aber kein Stau am Gebhard-Müller-Platz

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Kaffee und Kekse für die am Gebhard-Müller-Platz im Stau stehenden Autofahrer - damit wollten die Stuttgart-21-Gegner zur Charmeoffensive blasen. Allein: Der Stau fehlte.

Stuttgart-21-Gegner verteilen Getränke und Gebäck im Berufsverkehr. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie von der Aktion. Foto: FRIEBE|PR/ Specht/ Keim 61 Bilder
Stuttgart-21-Gegner verteilen Getränke und Gebäck im Berufsverkehr. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie von der Aktion.Foto: FRIEBE|PR/ Specht/ Keim

Kaffee und Kekse für die am Gebhard-Müller-Platz im Stau stehenden Autofahrer - damit wollten die Stuttgart-21-Gegner zur Charmeoffensive blasen. Allein: Der Stau fehlte.

Stuttgart - Mit "Kraftcookies", Tee und Kaffee haben Stuttgart-21-Gegner am Freitagnachmittag am Gebhard-Müller-Platz in der Stuttgarter Innenstadt zur großen Charmeoffensive geblasen: "Die Versorger", eine Gruppe der "Parkschützer", die auch bei den wöchentlichen Montagsdemos gegen das Bahnprojekt warme Getränke und Gebäck aushändigen, verteilten kleine Fresspakete an die Autofahrer, die im abendlichen Berufsverkehr standen.

"Damit wollen wir darauf hinweisen, dass nicht immer nur die Montagsdemonstranten Schuld sind, wenn auf den Straßen nichts voran geht", erklärte Andrea Scharein von den "Versorgern" die Aktion unter den Motto "Es ist angerichtet". Versehen waren die guten Gaben mit einer Botschaft: "Stuttgart ist nicht umsonst Stauhauptstadt Deutschlands. Wenn die Arbeiten an Stuttgart 21 zunehmen, wird das immer schlimmer." Die meisten Autofahrer hätten positiv auf die unverhoffte Stärkung reagiert.

Die Polizei war zwar vor Ort, musste aber nicht einschreiten, teilte ein Sprecher mit. Der Stau hielt sich im Vergleich zu anderen Abenden übrigens in Grenzen. So flüssig lief's, dass sich die "Versorger" gar fragten, ob die Ampelschaltung womöglich geändert wurde. Dass es zügig voran ging, das zumindest dürfte die Autofahrer gefreut haben.

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12 KommentareKommentar schreiben

Anzahl Montagsdemonstranten: Schau an - letzten Montag 200 Demonstranten. Am 21. Oktober waren es noch 300 Montagsdemonstranten. Das geht ja ruckzuck nach unten mit der Teilnehmerzahl. Liegt das am Wetter?

gestern abend : war ich in der stadt. um etwa 17:15 uhr ging ich die königstrasse hoch und traf am schlossplatz auf etwa 20 demonstranten. einer davon hielt eine große rede über gefällte bäume im schlossgarten und dem daraus resultierenden taifun auf den philippinen. was ich nicht ganz verstanden habe, da ich den zusammenhang nicht sehe. um kurz nach sechs war ich wieder unten am bahnhof und ging ins blockhouse zum essen. eine frau auf der bühne versuchte etwa 200 demonstranten klar zu machen warum die gegner von den gerichten verurteilt wurden und wieso das ungerecht sei und was weiß ich was. als ich um kurz nach sieben aus dem parkhaus am schlossgartenhotel raus wollte musste ich eine viertelstunde warten weil die 200 demonstranten sich zu ihrer montäglichen tour aufmachten. es war schon recht lächerlich alles. und es waren beinahe so viele polizisten wie demonstranten.

@Alexander Behrend: Am Dienstag den 5.11.2013 wurde, wie sonst auch, zumindest bei Aktionen bei denen ich dabei war, kein Bauarbeiter körperlich angegriffen. Die Frau, die sich erst als schwanger zu erkennen gab, als sie das Hindernis das ihr im Weg war, schon selbst in der Hand hatte, wurde von keinem von uns berührt.

Trauerspiel Stau: Gestern wieder das alte Spiel mit dem provozierten Stau. Über drei Kilometer auf der B27 ,Zeitverlust eine Stunde! Letzte Woche ging es ohne Stau ergo ist nicht der Verkehr schuld an den Behinderungen. Besonnenes Vorgehen ist meiner Meinung nach wichtiger als den Verkehr zu behindern und vielleicht erfolgreicher als dieses Wöchentliche Stelldichein.

Schwachsinnsaktion: Unter welchem Motto lief die Aktion denn? Etwa "Wir sorgen dafür, dass Du nicht Hause kannst, aber dafür gibt`s einen Keks"? Wer glaubt, dass dies Sympathiepunkte gibt, der irrt gewaltig.

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