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Saft gibt"s nicht ohne Mühe
"Blick vom Fernsehturm", 26.09.2011 02:40 Uhr
Riedenberg. Die Jugendfarm feiert ein Apfelfest und stellt ihr Angebot vor. Der Bezug zur Natur ist den Mitarbeitern wichtig. Von Simone Bürkle

Vor dem Vergnügen kommt die Arbeit, das wissen Deniz, Benjamin und Finn genau. Deshalb schnippeln die drei Jungen bereitwillig die Äpfel klein, die vor ihnen in einer großen Schüssel stehen. Die groben Stücke kommen später in die Presse, damit daraus Apfelsaft gemacht werden kann. "Den kriegen wir umsonst, weil wir mithelfen", erklärt der elfjährige Deniz und schneidet großzügig den Teil seines Apfels weg, in dem sich ein Wurm breit gemacht hat.

An jenem sonnigen Samstagnachmittag dreht sich auf der Jugendfarm alles um die Früchte - sei es, dass die Kinder über dem offenen Feuer Äpfel braten oder sie in einer Spielstraße Fragen zum Thema beantworten sollen. Abgesehen davon gibt es eine Reihe anderer Angebote, angefangen vom Pony-Reiten bis zur Präsentation der farmeigenen Tiere.

Denn es ist auch ein Fest, "bei dem wir die Gelegenheit haben, uns den Besuchern vorzustellen", sagt der Jugendfarm-Mitarbeiter Markus Moisl. Dem 35-Jährigen ist es wichtig, zu zeigen, dass seine Einrichtung den Kindern einen Bezug zur Natur vermittelt. Sei es, dass sie frei auf dem Gelände spielen und Vieles draußen entdecken können. Oder dass sie eben in Aktionen wie dem gemeinsamen Apfelmus-Kochen lernen, "dass man nicht immer in den Supermarkt gehen muss, sondern auch Dinge selbst machen kann", erklärt Moisl.

Selbst gemacht ist an diesem Nachmittag auch der Linseneintopf in einem großen Topf, der unten befeuert wird. Franziska Schmidt und ihre zweijährigen Tochter Luzie sowie deren Begleiter Tobias Berg lassen es sich schmecken. "Für die Kleine gibt es hier viel zu entdecken", begründet Franziska Schmidt ihren Besuch auf der Jugendfarm. Später, wenn Luzie größer ist, soll sie ruhig öfter auf das Gelände kommen. Ihre Mutter würde sich darüber freuen: "Es ist einfach was anderes, die Tiere in Wirklichkeit zu erleben."

Deniz, Benjamin und Finn sind derweil zur Erkenntnis gelangt, dass Äpfel pressen eine Menge Arbeit macht. Denn zunächst müssen die Stücke per Rad und Kurbel noch weiter zerkleinert werden, bevor sie durch ein Tuch gepresst werden können - auch das mit viel Muskelkraft. Die Sache ist den dreien die Mühe allerdings wert: "Schließlich macht es Spaß", sagt Deniz.

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