Schauspielhaus Stuttgart
Die Kunst holt sich ein Bier
Roland Müller,
16.08.2010 15:15 Uhr
In Trümmern: Marc-Oliver Hendriks, der geschäftsführende Intendant, inspiziert den Zuschauerraum des Schauspielhauses. Foto: Stoppel
Das Akustikproblem, beispielsweise, soll nun behoben werden. Die Decke im Zuschauerraum bleibt zwar gefaltet, wird aber des besseren Hörens wegen anders gefaltet als bisher. Und des besseren Sehens wegen ändert sich auch das bald wieder mit blauen Stuhlreihen bestückte Parkett: Es wird steiler ansteigen, was dann zusammen mit den enger heranrückenden Decken und Wänden zu einer Verringerung der Platzzahl führt. Künftig wird das Schauspielhaus nicht mehr, wie bisher, 850 Sitze anbieten, sondern nur noch 680. Und weil die Zuschauer dann insgesamt eben auch höher sitzen werden, ändert sich deren Blick auf die Bühne. "Das Sehen wird räumlicher", sagt Hendriks.
2012 wird das Opernhaus in Stuttgart saniert werden
Auf das Schauspielhaus folgt im übernächsten Jahr die Sanierung des Opernhauses. Der Geschäftsführer, der sich also noch längere Zeit in Baupläne vertiefen muss, weiß sein Projekt dabei in guten Händen. Verantwortlich für die Generalsanierung ist der Berliner Architekt Klaus Roth, ein ausgewiesener Experte für Theatersanierungen. Seit mehr als zwanzig Jahren stellt er sein Können in der ersten Liga unter Beweis, sei es beim Neubau des Theaters in Frankfurt, beim Umbau des Theaters in Dresden oder der Renovierung der Berliner Volksbühne. Vor zwei Jahren, 2008, hat Roth auch den Wettbewerb zur Neugestaltung der Berliner Staatsoper gewonnen - und mit seinem radikalen Entwurf die Traditionsbewahrer so gegen sich aufgebracht, dass an eine Umsetzung seiner Pläne nicht zu denken war. Roth zog zurück, HG Merz aus Stuttgart übernahm.
Roths Pläne für die Staatsoper versprachen zweierlei: eine bessere Akustik im Saal und eine bessere Sicht auf die Bühne. Es scheint, als wäre der Theatersanierer in Stuttgart am richtigen Ort.
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Das schöne Geld ...
... könnte man doch besser in Kindergärten und die Sanierung von Schulen stecken! Wieviel Prozent der Stuttgart gehen schon in das Schauspielhaus? Das ist doch Wahnsinn, wie hier mit dem Geld umgegangen wird!
Tolles Bühnenbild!
Jetzt war ich wirklich mal beeindruckt von diesem tollen Bühnenbild! Wie bedrückend die Einsamkeit eines einzelnen Mannes in einer wüsten Ödnis dargestellt wird, sehr gut gemacht! Leider ist es nur die Baustelle. Schade.