Schlecker-Sohn im Interview "Das würde ich mir niemals anmaßen"
Philipp Scheffbuch, 27.02.2011 10:29 Uhr
"Unsere Wettbewerber könnten noch Probleme bekommen", sagt Lars Schlecker. Foto: Honzera
"Unsere Wettbewerber könnten noch Probleme bekommen", sagt Lars Schlecker. Foto: Honzera
Im kleinen Hinterraum einer Schlecker-Filiale in der Fußgängerzone von Stuttgart-Bad Cannstatt sitzt Lars Schlecker. Der Raum ist frisch geweißelt, draußen werden die letzten Renovierungen durchgeführt. Am nächsten Tag steht die Neueröffnung an.

Herr Schlecker, warum soll ich ausgerechnet bei Ihnen einkaufen?


Das ist ganz einfach: Weil wir als Nächstes um die Ecke sind und weil Sie bei uns alles aus dem Drogeriesortiment finden.

Ihre Läden gelten weder als billig noch als hübsch. Viele Menschen besuchen Ihre Räumlichkeiten hauptsächlich mangels Alternativen am Ort. Stört Sie das nicht?


Klar stört es mich, wenn ein Laden nur 120 Quadratmeter hat, verwinkelt ist und die Preisschilder kreuz und quer liegen. Deshalb werden wir die Läden dem Zeitgeist anpassen, die Waren neu sortieren, das Licht verändern und die Gänge verbreitern.

Aber wirtschaftlich hat Ihr Konzept lange Zeit bestens funktioniert. Sie sind immerhin ein Geschäftsführer der nach wie vor größten Drogeriemarktkette in Deutschland.


Ja, das stimmt. Aber zuletzt hatten wir Umsatzeinbußen. Wir müssen uns nun weiterentwickeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Schreiben Sie rote Zahlen?


Kommentare (1)
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FEB
27
jackinthebox, 23:12 Uhr

tatsächlich

hat Schlecker gefühlt 2 mal soviele Filialen wie DM und 4 mal soviele wie Rossmann. Das Angebot ist gefühlt nur halb so groß und die Preise gefühlt doppelt so hoch. Meine Theorie: Schlecker muss auf Dauer auf die vielen kleinen Filialen verzichten, die großen Märkte modernisieren, die Preise senken und hochwertige "Hausmarken" (Diskountprodukte) aufbauen.