Schulen Gymnasien im Land steht nächste Reform bevor

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Oberstufenschüler haben von 2019 an wieder mehr Wahlmöglichkeiten. Die Leistungskurse kommen zurück. Mit der Reform reagiert die Politik auf die Kritik, Abiturienten fehle es am Fachwissen.

Das Gymnasium bleibt   beliebteste Schulart. Das zeigen die vorläufigen Anmeldezahlen für die fünften Klassen im Schuljahr 2017/2018. Foto: dpa
Das Gymnasium bleibt beliebteste Schulart. Das zeigen die vorläufigen Anmeldezahlen für die fünften Klassen im Schuljahr 2017/2018. Foto: dpa

Stuttgart - Gymnasiasten im Land können künftig klare fachliche Schwerpunkte setzen. Statt fünf vierstündige Vertiefungsfächer soll es von 2019 an in der Kursstufe voraussichtlich drei fünfstündige Intensivkurse geben. Bisher sind Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache vierstündige Pflichtfächer, künftig sollen nach dem Willen der CDU-Fraktion die Wahlmöglichkeiten erhöht werden.

CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart erklärte, „die Ziele der Neukonzeption sind mehr Wahlfreiheit, ein höheres Leistungsniveau bei gleichzeitig breiter Allgemeinbildung und damit eine bessere Vorbereitung auf die Anforderungen des Studiums“.

Die Reform geht auf einen Beschluss der Kultusministerkonferenz zurück. Diese hatte entschieden, dass maximal vier Fächer Vertiefungsfächer sein sollen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) geht mit ihrem Vorschlag Ende Juni ins Kabinett.

Bewerberzahlen an Realschulen steigen

Das Gymnasium bleibt beliebteste Schulart. Das zeigen die vorläufigen Anmeldezahlen für die fünften Klassen im Schuljahr 2017/2018. Besonders gefragt ist das neunjährige Gymnasium.

In Stuttgart drängten von 2364 Gymnasialbewerbern (Vorjahr: 2281) 323 (Vorjahr: 294) auf die drei G9-Gymnasien – viele wurden abgewiesen. Eisenmann will den Schulversuch an den 44 Gymnasien im Land um fünf Jahre verlängern, aber keine weiteren Standorte. Während die Realschulen auch in Stuttgart zulegen (von 978 Bewerbern im Vorjahr auf 998), gehen die Anmeldungen für die Gemeinschaftsschule im ganzen Land erstmals zurück. In Stuttgart schrumpfte die Bewerberzahl auf 349 (Vorjahr: 410).