Schwabenstreich Tröten auf dem Times Square
dpa, 25.08.2010 11:17 Uhr
Volker Lösch, einer der Initiatoren des Schwabenstreichs, will jetzt in New York gegen Stuttgart 21 protestieren. Foto: dpa
Volker Lösch, einer der Initiatoren des Schwabenstreichs, will jetzt in New York gegen Stuttgart 21 protestieren. Foto: dpa
Stuttgart/New York - Der Protest gegen des Bahnprojekt Stuttgart 21 soll nun auch den Atlantik überspringen. Wie das Bündnis gegen das Milliarden-Vorhaben am Dienstag mitteilte, wird Volker Lösch, Mitglied der künstlerischen Leitung des Schauspielhauses in Stuttgart, den ersten Schwabenstreich in Übersee veranstalten. Gemeinsam mit erwarteten 20 bis 50 Freunden und Bekannten der Demonstranten im Schwabenland wolle er an diesem Mittwoch gegen 19 Uhr auf dem Times Square mit Tröten, Topfdeckeln und Schnarren gegen das Vorhaben anlärmen, sagte ein Sprecher der Initiative.

Lösch zeigte sich in der Mitteilung überzeugt, dass sich die Schwaben in New York gegen den geplanten "Vandalismus am Bonatzbau" solidarisieren und die Aktion auch bei den New Yorkerinnen auf Sympathie treffen werden. Bei Stuttgart 21 sollen die Seitenflügel des Gebäudes von Paul Bonatz (1877-1956) für den Bau eines unterirdischen Bahnhofes abgerissen werden. Der Schwabenstreich wird nach Angaben des Bündnisses derzeit nicht nur in einigen Stuttgarter Stadtteilen, sondern auch in Tübingen, Leinfelden-Echterdingen (Kreis Esslingen) und Berlin veranstaltet.

Eine Arbeitsgemeinschaft Hauptbahnhof Stuttgart, der auch der Bonatz-Enkel Peter Dübbers angehört, kritisierte den Stuttgart-21-Architekten Christoph Ingenhoven. Dessen Aussage, der neue Bahnhof könne nur ohne Seitenflügel des denkmalgeschützten Bonatz-Baus realisiert werden, stimme nicht. Schon in der Ausschreibung des Projektes sei den Teilnehmern ausdrücklich freigestellt worden, das Bauwerk als Ganzes zu erhalten. Nach Dübbers Überzeugung ist es möglich, den Tiefbahnhof auch mit den Seitenflügeln zu bauen.

Laut Ingenhoven kollidiert aber das Fundament der Randgebäude mit den von ihm geplanten Zugängen zum Tiefbahnhof. Keiner der fast 200 Entwürfe für den Wettbewerb habe die Flügel vollständig erhalten.
Kommentare (49)
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AUG
26
jetzt reichts, 23:31 Uhr

aus Irland

Sch... auf den "Schwaben"streich! Echte Schwaben haben Besseres zu tun, als den Ruf ihrer Stadt im Ausland zu versauen. Hier wären die Menschen - nebenbei gesagt - echt happy über eine Milliarde Euro von der EU. Aber das ist ja wohl für Wohlstandskommunisten, sonstige linke Chaoten und B-Schauspieler irrelevant. Oben bleiben? Abgehoben!!!

AUG
26
Norbert F., 02:24 Uhr

Globale Schwabenstreiche überall! Jetzt und sofort!

Info von meinem momentanen Aufenthalt in Timbuktu/Mali. Habe meinen einheimischen Freunden viel über S21 erzählt. Tunnels, Durchgangstiefbahnhof, acht Gleise, Andryhit, Mineralwasser, Bäume fällen, Milliarden, Schuster, Drexler und andere Verbrecher. Was haben die Kumpels gelacht und wie wild auf den Tisch geklopft, beinahe wären unsere Teegläser im Sand gelandet. Einen der weltbesten Kopfbahnhöfe für die monetären Interessen mafiöser Immo-Haie und deren korrupten Helfern aus Politik und Wirtschaft schleifen? Wie kein Stuttgarter und Baden-Württemberger versteht das kein Berber. Schon für Donnerstag haben wir den ersten afrikanischen Schwabenstreich organisiert. Timbuktu solidarisiert sich mit Stuttgart! Es krawallt und blockiert den Straßenverkehr. Wir stoppen S21!

AUG
25
hokus, 21:46 Uhr

S-21

Da werden sie sich aber in STUTTGART/ARKANSAS mächtig wundern, wenn in New York gegen denAbriss Ihrer halbverfallenen Güterschuppen demonstriert wird. Jetzt machen sie neben Stuttgart auch nochNew York lächerlich. Mensch Leute, werdet doch wieder vernüftig.

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