Schweinegrippe Schlusslicht bei der Impfquote
dpa, vom 15.03.2010 08:37 Uhr
Stuttgart - Nicht einmal jeder zwanzigste Bürger im Südwesten hat sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen. "In Baden-Württemberg sind bis 31. Dezember 2009 rund.380 000 Impfungen bei den Vertragsärzten durchgeführt worden", erklärte eine Sprecherin am Donnerstag die ersten Schätzungen des Gesundheitsministeriums gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa in Stuttgart. Zu diesen Hausarztimpfungen kämen die Privatversicherten, die Impfungen in den Betrieben und für das Personal in Krankenhäusern und Gesundheitsämtern, sowie bei Polizei und in der Justiz. Insgesamt liege damit die Impfquote im Südwesten bei vier bis fünf Prozent.
Damit belegt Baden-Württemberg einen der letzten Ränge im Bundesländervergleich. Nach den vorläufigen Daten aus 13 Bundesländern lag die Impfrate je nach Land zwischen vier und zehn Prozent. Bundesweit hat sich nur rund jeder zehnte Bürger gegen die Schweinegrippe impfen lassen. Deshalb wurden nicht einmal acht Millionen Dosen des Impfstoffs Pandemrix verbraucht. Außerdem ist auch deshalb so viel Impfstoff übrig, weil anders als zunächst gedacht bei den meisten Menschen keine Zweifach-Impfung nötig war.
Nach harten Verhandlungen müssen die Bundesländer nun nur 34 Millionen der bestellten 50 Millionen Impfstoffdosen vom Hersteller GlaxoSmithKline abnehmen. Damit sparen sie laut Thomas Spieker vom niedersächsischen Gesundheitsministerium 133,3 Millionen Euro von den ursprünglich veranschlagten 416,5 Millionen Euro. Zudem gibt es nach dpa-Informationen unter anderem Verkaufsverhandlungen mit Pakistan. Die endgültigen Zahlen zur Schweinegrippeimpfung in 16 Bundesländern sollen im April vorliegen.