Schwerer Unfall auf der A81 Transporter überschlägt sich
StZ, vom 06.09.2010 07:30 Uhr
Ehningen - Ein schwerer Verkehrsunfall bei Ehningen brachte am Montagmorgen den Verkehr auf der Autobahn 81 in Richtung Süden weitgehend zum Erliegen. Beim Zusammenstoß zwischen einem Kleinbus und einem Lastzug wurden insgesamt 13 Personen teils schwer verletzt.
Verursacht wurde der Karambolage nach bisherigen Erkenntnissen von dem 48-jährigen Fahrer eines Mercedes Sprinter. Dieser setzte um kurz vor sieben Uhr auf seiner Fahrt in Richtung Süden im Bereich der Anschlussstelle Ehningen offenbar zum Überholen eines Mercedes Lastwagens an. Aus bislang noch völlig ungeklärter Ursache blieb er dabei allerdings mit gehörigem Geschwindigkeitsüberschuss am hinteren linken Eck des Lkw-Anhängers hängen. Sowohl der Sprinter-Fahrer als auch der 43-jährige Lenker des Gartenbau-Lastwagens verloren augenblicklich die Kontrolle über ihre Fahrzeuge. Der Laster, beladen unter anderem mit einem Kleinbagger, brach nach rechts aus. Das tonnenschwere Gefährt durchbrach die rechte Leitplanke und kollidierte mit der dahinter steil ansteigenden Böschung. Zeitgleich wurde der Mercedes Sprinter nach links geschleudert und stieß dort gegen die Mittelleitplanke. Die Aufprallwucht war groß genug, um den mit zwölf Personen voll besetzten Kleinbus wieder zurück auf den Asphalt zu schleudern und ihn zum Kippen zu bringen.
Zwölfköpfige Großfamilie im Sprinter
Im Mercedes Sprinter befand sich zur Unfallzeit eine zwölfköpfige Großfamilie im Alter von einem bis 48 Jahren auf ihrem Rückweg in die Schweiz. Zwei der Insassen wurden in ihrem umgekippten Fahrzeug eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr befreit werden.
Während neun Passagiere mit leichten Verletzungen davon kamen, erlitten drei weitere Personen schwere Verletzungen. Ebenfalls leicht verletzt wurde ein 33-jähriger Beifahrer im Lastwagen. Den Sachschaden an beiden Fahrzeugen beziffert die Polizei auf insgesamt 40 000 Euro.
Die Berge- und Aufräumarbeiten an der Unfallstelle dauerten bis kurz nach 11 Uhr an. Zur Versorgung der Verletzten kam neben mehreren Rettungswagen auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, der auf der Autobahn landete. Ein Gutachter nahm vor Ort sowohl den technischen Zustand beider Fahrzeuge als auch die Unfallspuren auf dem Asphalt unter die Lupe.
Auf der Autobahn in Richtung Singen bildete sich ein Rückstau, der sich auf über zehn Kilometern bis über das Autobahnkreuz Stuttgart hinaus zog. Zu kleineren Behinderungen kam es auch auf der Gegenspur. Eine örtliche Umleitung wurde durch Polizeibeamte eingerichtet. Überwacht wurden die Verkehrsströme von einem Polizeihubschrauber, der ebenfalls im Einsatz war.