Selbstgemacht oder tiefgekühlt?
Kinder wagen den Pizza-Test
Sabine Nedele,
12.06.2010 11:01 Uhr
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Luca konzentriert sich auf das Auswellen des Teiges. Foto: Zweygarth
""Guck mal,wie der Teig blubbert. Ich glaube, da sind viele Kaulquappen
drin.""
Luca über den Hefeteig, der zu gären beginnt.
Der Teig:
Zuerst muss das Weizenmehl abgewogen werden. Die Kinder löffeln mit Begeisterung Mehl in die Waagschale und sorgen dabei für gehörigen Nebel, weil jeder mal ran will. 400 Gramm sollen es bei diesem Rezept sein. Bei 406 Gramm ist Luca absolut sicher, dass die Pizza nichts wird, wenn nicht wieder sechs Gramm Mehl aus der Schüssel entfernt werden. Léonie ist pragmatisch: "Das klappt, ist doch egal", erklärt sie, als die Waage 403 Gramm anzeigt. Dann wird in die Mitte des Mehlberges in der Schüssel eine Mulde gedrückt, in die nach und nach 200 Milliliter lauwarmes Wasser gegossen werden. Zuvor muss geklärt werden, was lauwarm heißt. "Viel zu heiß", meint Léonie. "Geht doch", sagt Luca, als sie beide testhalber den kleinen Finger ins Wasser halten. Dann ist die Temperatur richtig. In die kleine Pfütze bröckeln die Kinder dann 30 Gramm frische Hefe. Jetzt heißt es 30 Minuten warten - für Küchenchefs in spe viel zu lange.Luca und Thibaut beschließen deshalb, die Wartezeit mit einem kleinen Kick im Garten zu überbrücken, die Mädels widmen sich ihren Hausaufgaben. Kurz vor Ende der Wartezeit prüfen die Jungs die Hefepfütze: "Guck mal, wie der Teig blubbert. Ich glaube, da sind voll viele Kaulquappen drin", sagt Luca.
Jetzt noch fünf Esslöffel Olivenöl und etwas Salz in die Hefemischung, dann wird das Mehl untergerührt und der Teig geknetet. Klar, dass da acht Hände am Werk sind. "Der Teig fühlt sich lustig an", findet Annika, für Léonie klingt er "wie eine Trommel", als sie kräftig auf den Klumpen einschlägt. Auch Luca und Thibaut gewinnen diesem Aspekt der Teigverarbeitung einiges ab und prügeln abwechselnd mit Fäusten auf den Teig ein. "Das macht Spaß", sind sich beide einig.
Nach dieser Prozedur darf der gepeinigte Hefekloß eine Stunde ruhen. Die Schüssel wird abgedeckt und an ein warmes Plätzchen gestellt. Annika flüstert sogar, wenn sie in die Nähe der Schüssel kommt. Bei dieser Vorzugsbehandlung müsste der Teig eigentlich aufgehen.
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