Filder-Zeitung
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In Leinfelden-Echterdingen steht das Thema heute zur Debatte. Der Bund der Selbständigen (BDS) will in der Filderhalle darüber entscheiden, ob er aus dem Landesverband austritt. Der Grund für die Empörung der Mitglieder ist die Erhöhung des Beitrags, den die Ortsvereine abführen müssen. Pro Mitgliedsbetrieb sollen sie künftig jährlich statt bisher 40 nun 50 Euro bezahlen.
Dies würde bedeuten, dass der BDS Leinfelden-Echterdingen die Hälfte seiner Beitragseinnahmen an den Dachverband überweisen müsste. "Manche von uns sind der Meinung, dass dieses Geld hier vor Ort besser investiert werden könnte", sagt der BdS-Vorsitzende Wolfgang Faßbender.
Dieser Meinung ist offenbar auch ein Teil der Gewerbetreibenden in Bernhausen. Dort hat sich der Gewerbe- und Handelsverein bei der jüngsten Mitgliederversammlung mit dem Thema befasst. "Die Beitragserhöhung ist heftig", sagt der GHV-Vorsitzende Andreas Daumüller. Zumal der Beitrag in Bernhausen bei 85 Euro liege. Allzu viel bleibe deshalb nicht mehr für die Aktivitäten des GHV übrig.
Daumüller ist aber trotzdem der Meinung, dass der Landesverband als politische Vertretung in Bund und Land wichtig sei. "Unsere Interessen fallen sonst unter den Tisch", sagt er. Obwohl die Klein- und Mittelständler "den Laden tragen", sei die Industrie viel besser vertreten.
Die politische Arbeit des Landesverbands ist auch nach Meinung von Hans Breuning, Renate Nething und Herbert Köhn wichtig. Nething, die in Sielmingen dem BDS-Ausschuss angehört, hält es für wesentlich, dass die Anliegen der Selbstständigen dem Landtag zur Kenntnis gebracht werden. "Der Austritt ist bei uns kein Thema", sagt sie. Breuning, der beim BDS Plattenhardt Kassier sagt: "Wir haben sonst keine Lobby." Deshalb brauche man den Landesverband. Mit der Möglichkeit des Austritts habe man sich in Plattenhardt noch nicht befasst.
Köhn, der dem BDS in Bonlanden vorsteht, sagt: "Wir sind mit der Arbeit des Landesverbands zufrieden." Es sei klar, dass diese auch Geld koste. Man müsse bedenken, dass der Landesverband seinen Mitgliedern Seminare und auch viel Vergünstigungen biete. Der BDS in Bonlanden komme mit dem Jahresbeitrag von 100 Euro gut zurecht. So könnten beispielsweise das Maibaumaufstellen und die Metzelsupp" veranstaltet werden, bei denen der BDS Geld zuschieße.
Anders sieht es in Harthausen aus. Dort muss der GHV mit einem Beitrag von 65 Euro zurechtkommen. "Wir können mit einem Restbetrag von 15 Euro nicht arbeiten", sagt der Vorsitzende Wolfgang Rupprecht. Deshalb werde bei der nächsten Mitgliederversammlung auch über einen Austritt aus dem Dachverband gesprochen.



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