Selbstverwaltetes Café 13 in Stuttgart-Weilimdorf feiert zehnjähriges Bestehen Den Kinderschuhen entwachsen

Von geo 

Vor zehn Jahren hat der Jugendrat in Weilimdorf das Café 13 als Treff für junge Menschen eröffnet. Längst hat sich das selbst verwaltete und ehrenamtlich geführte Projekt im Stadtbezirk etabliert.

Der aktuelle Jugendrat Janushan Chandrabalu, die Café-13-Geschäftsführerin Mateja Miksic und der Projekt-Mitbegründer Vladimir Mijatovic   (v.l.). Foto: Georg Friedel
Der aktuelle Jugendrat Janushan Chandrabalu, die Café-13-Geschäftsführerin Mateja Miksic und der Projekt-Mitbegründer Vladimir Mijatovic (v.l.).Foto: Georg Friedel

Weilimdorf - An einem Freitag, dem Dreizehnten, haben 13 Weilimdorfer Jugendräte ihr Jugendcafé in der Nähe des Löwen-Markts an der Rennstraße 3 eröffnet. Das war im Januar 2006. Am Samstag wurde das zehnjährige Bestehen des Café 13 gefeiert. Verwaltungsbürgermeister Werner Wölfle aber auch hochrangige politische Vertreter wie die SPD-Staatssekretärin Marion von Wartenberg sowie Stadt- und Bezirksbeiräte waren gekommen, um den damaligen Begründern des selbstverwalteten Cafés und den heutigen Betreibern – allen voran der Café-13-Geschäftsführerin Mateja Miksic – zu gratulieren. Abends ab 20 Uhr luden das Café-13-Team und der Jugendrat zur wilden Geburtstagsparty.

„Die Jugendlichen haben eine ungeheure Kontinuität bewiesen“, lobte Bezirksvorsteherin Ulrike Zich die Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit, mit der dieses Projekt entwickelt und auch über die Jahre weiterbetrieben wurde. Anfangs sei gar nicht hundertprozentig klar gewesen, dass ein selbstverwaltetes Jugendcafé realisiert werden sollte, erinnerte sich der damalige Weilimdorfer Jugendratsvorsitzende Vladimir Mijatovic. Auch die Standortsuche habe einige Zeit gedauert. Es galt Widerstände zu überwinden und die Bedenken einiger Entscheidungsträger abzubauen. „Wir mussten erst einmal Klinken putzen gehen“, sagte der Mitbegründer Mijatovic. Neben der Finanzierung musste auch eine Menge organisatorischer Dinge geregelt werden. Doch unterm Strich habe ihn dieses erfolgreiche Projekt, so zieht Mijatovic Bilanz, „in kurzer Zeit sehr viel reifer gemacht“.

Die anfängliche Skepsis ist verflogen

Der Stuttgarter Jugendhausverein stand mit Rat und Tat zur Seite: „Eine gewisse Skepsis hatte ich anfangs schon“, sagte der Geschäftsführer der Jugendhausgesellschaft Siegfried Kelle. Und da war er sicherlich nicht der einzige: „Weil ich beruflich aus dem Bereich komme, weiß ich ja ganz genau, wie viel Arbeit in so einem Projekt steckt“, sagt Bürgermeister Wölfle. „Umso mehr freue ich mich über den Erfolg.“ Neben dem Café-Betrieb finden auch Diskussionsabende, Lesungen und andere Veranstaltungen in den Räumen statt. Außer den Jugendlichen gibt es auch andere Nutzer für die Räume.

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