Serie „News-Poeten“ Radfahren statt Schnüffeln am Abgas

Von Tobias Jansen und  

Poetry-Slammer aus der Region kommentieren für uns das Zeitgeschehen. Dieses Mal: Ramon Schmid aus Stuttgart fragt sich, wie der Smog im Kessel weichen soll, solange Radwege Mangelware sind.

Ramon Schmid, 26, ist Poetry-Slammer aus Stuttgart. Foto: Tobias Jansen
Ramon Schmid, 26, ist Poetry-Slammer aus Stuttgart. Foto: Tobias Jansen

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Stuttgart - Haben Radfahrer in Stuttgart zu wenig Platz – und Autofahrer zu viel? Immer wieder wird diese Frage im Kessel zum Diskussionsthema. Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann mit seiner Forderung nach einer Mobilitätswende und mehr Busspuren und Radwegen. Die monatliche Critical Mass, bei der bis zu 1500 Radfahrer unter dem Motto „Wir behindern nicht den Verkehr, wir sind der Verkehr!“ durch die Stadt fahren. Das Alternative Radforum, das ein Bürgerbegehren zum Thema Fahrradstadt auf den Weg bringen will. Dann der Film „Kesselrollen“, indem die Hauptprotagonisten aus Stuttgart der Hügellage und vollen Autostraßen trotzen und zeigen, wie Fahrradfahren hier Spaß machen kann. Und jetzt die Ankündigung der Stadt, in den kommenden zwei Jahren zwei Millionen Euro mehr als zuletzt für Radverkehr auszugeben. 

Wenn die Stadt nun wieder regelmäßig Feinstaubalarm ausruft, bekommt auch das Thema Radfahren erneut Relevanz. Findet jedenfalls Ramon Schmid, Poetry-Slammer aus Stuttgart. In seinem Text geht es um Smog im Kessel, um Autos, die sich auf der Theo stauen und um einsame Radwege fernab der Innenstadt. Statt „Schnüffeln am Abgas für’n intensiveren Kick“ plädiert er für ein gutes Rad.

Poetry-Slammer Ramon Schmid, 26 Jahre alt, studiert Sprechkunst an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Er ist einer von mehreren „News-Poeten“, die für uns aktuelles Zeitgeschehen kommentieren – und ihre Meinung zu nachrichtlichen Themen in Reimform bringen. Den Beitrag von Ramon Schmid und andere Slam-Kommentare gibt es hier:

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