Singen und tanzen in Zuversicht Asa gastierte im Theaterhaus
Ulrich Bauer, 26.01.2012 11:30 Uhr
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Stuttgart - Diese Besserwisserbrille bleibt im Gedächtnis haften. Dabei ist es doch nur eine lächerliche Äußerlichkeit. Aber Asa scheint schon zu wissen, wie sie sich einprägt in diesem Meer der emporstrebenden Talente. Dabei ist es ihre Stimme, deren Timbre hängen bleibt. Einerseits kraftvoll und energisch, womit das Publikum meistens Soul in Zusammenhang bringt. Andererseits ist sie sanft und sehr geschmeidig. Der weiche Ausdruck, das Intime, die Nähe scheint ihr zu liegen. Adele, Duffy und Amy Winehouse sind mit einer solchen Mischung von Großbritannien aus erfolgreich über die Welt gekommen. Asa wurde als Bukola Elemide in Paris geboren, wuchs in Lagos/Nigeria auf und kehrte später wieder nach Paris zurück.

Und jetzt springt sie in hochhackigen Stiefeletten auf die Bühne des ausverkauften Theaterhauses. Auf ihren Aufnahmen mag sie ja manchmal etwas banal klingen. Live aber glänzt sie nicht nur mit ihrer Stimme, sondern unter anderem mit einem erstaunlichen Körpergefühl. vital, in eigenwilligen Bewegungen manchmal, sehr ausgefeilt und gleichzeitig sehr ursprünglich. Sie singt elegant und geschmeidig ihrebeiläufig dahingeworfenen Seelenergüsse, als Positionsbestimmungen ohne Pathos. „My feet, my strength, I\'m gonna be myself and nobody can stop me, I'll finally be, who I'll be“ heißt es am Ende von „Maybe“.

Füße, Stärke, bei sich sein, niemand kann sie dabei stoppen, am Ende die zu sein, die sie ist. Clever und raffiniert gibt sie im weißen Kleid der springlebendigen Unschuld den Tricks des Showgeschäfts eine eigene Note. Aus der Ferne klingen in ihren Songs immer wieder die legendären Sechziger-Jahre-Soulschulen Stax und Motown an. Dem Reggae gibt sie einen etwas läppischen Beigeschmack zum Mitklatschen: „Why can't we“ fragt danach, wieso wir nicht einfach froh und munter oder glücklich sein können. Ob's wirklich alles so einfach ist? Der schöne Schein stellt sich in eingängiger Harmonie und weichen Groove gebettet selbst in Frage. Sie lächelt dazu, um uns ihre Lebensfreude zuversichtlich zu tanzen und zu singen.

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