Sonntagsfrage FDP rutscht auf acht Prozent ab
apn, vom 05.02.2010 08:41 Uhr
Köln - Die Bundesbürger sind mit der Arbeit ihrer Regierung zunehmend unzufrieden - vor allem mit der FDP. Eine Mehrheit von 55 Prozent findet, die neue Bundesregierung aus CDU, CSU und Liberalen arbeite schlechter als die Große Koalition aus Union und SPD, wie der ARD-Deutschlandtrend zeigt. Nur ein Viertel (25 Prozent) ist der Ansicht, sie arbeite besser als ihre Vorgänger. Bei allen drei Koalitionspartnern sank die Zufriedenheit mit deren Arbeit, am meisten aber bei der FDP.
In der Sonntagsfrage verliert die FDP gegenüber dem Vormonat drei Punkte und kommt nur noch auf acht Prozent der Stimmen. Die Union erreicht unverändert 36 Prozent, die SPD gewinnt einen Punkt hinzu und kommt auf 26 Prozent. Die Linke legt um einen Punkt zu und liegt bei elf Prozent. Die Grünen verbessern sich um drei Punkte auf 15 Prozent - das ist der beste Wert für die Grünen, der je im ARD-Deutschlandtrend gemessen wurde. Bei der Beurteilung der Arbeit der Bundesregierung in den ersten 100 Tagen mit Schulnoten von 1 bis 6 bekam die schwarz-gelbe Regierung die Note "ausreichend" (3,9). Immerhin 19 Prozent beurteilen die Arbeit der Regierung mit "mangelhaft" (5), hingegen nur vier Prozent mit "gut" (2).
Guttenberg führt Beliebtheitsliste an
Die Liste der beliebtesten Parteipolitiker führt weiterhin Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg an, mit dessen Arbeit 69 Prozent der Deutschen zufrieden sind, sieben Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat. Auf Platz zwei liegt Kanzlerin Angela Merkel, die auf 60 Prozent kommt (+1). Platz drei belegt Finanzminister Wolfgang Schäuble mit 52 Prozent Zustimmung (+4).
Mit der Arbeit von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sind 33 Prozent zufrieden (-3), sein Parteikollege Gesundheitsminister Philipp Rösler erhält eine Zustimmung von 27 Prozent (-3). Mit der Arbeit von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (ebenfalls FDP) sind nur 21 Prozent zufrieden (-4). Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte im Auftrag der ARD-"Tagesthemen" am 1. und 2. Februar telefonisch 1002 Wahlberechtigte. Für die Sonntagsfrage wurden vom 1. bis 3. Februar 1502 Wahlberechtigte befragt.