SPD zu Energydrinks Keine Koffein-Brause unter 18

Von SIR/dpa 

250 Milliliter Energydrink enthalten so viel Koffein wie zwei Tassen Filterkaffee. Dennoch trinken viele Jugendliche die bunte Brause täglich. Geht es nach der SPD, ist damit bald Schluss. Auch sogenannte E-Shishas sind der SPD ein Dorn im Auge.

Wohl einer der bekanntesten Energydrinks auf dem Markt: Red Bull. Foto: dpa
Wohl einer der bekanntesten Energydrinks auf dem Markt: Red Bull.Foto: dpa

Berlin - Bundestagsabgeordnete der SPD wollen durchsetzen, dass Energy Drinks nicht länger an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden.

"Derzeit wird geprüft, ob Kinder und Jugendliche über das Lebensmittelrecht hinaus vor Energy Drinks zu schützen sind", sagte eine Sprecherin des Bundesfamilienministeriums auf Anfrage. Verbote müssten allerdings zielgenau, wirksam und rechtssicher sein.

Das von Manuela Schwesig (SPD) geführte Ministerium plant außerdem eine Verbotsregelung für nikotinhaltige elektrische Wasserpfeifen, sogenannte E-Shishas. Ob auch die inzwischen schon bei Zwölfjährigen beliebten nikotinfreien E-Shishas für Minderjährige künftig verboten sein sollen, steht dagegen noch nicht fest. Umstritten ist, ob Kinder und Jugendliche durch diese Geräte, in denen sogenannte "Liquids" verdampfen, schrittweise an den Nikotinkonsum herangeführt werden.

Die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Elvira Drobinski-Weiß, sagte der "Saarbrücker Zeitung", die Politik habe die Aufgabe, Minderjährige vor vermeidbaren Gefahren zu schützen. Damit geht sie weiter als Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU), der kürzlich mehr Aufklärung über Energy Drinks angekündigt hatte. Drobinski-Weiß sagte: "Es ist mir unverständlich, dass Minister Schmidt hier keinen Handlungsbedarf sieht."

Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte gefordert, dass Energy Drinks erst an Erwachsene ab 18 Jahren abgegeben werden dürfen. 250 Milliliter Energie-Brause enthalten im Durchschnitt 80 Milligramm Koffein, etwa so viel wie zwei Tassen Filterkaffee oder anderthalb Espresso. Für Erwachsene gilt ein Koffeinkonsum von bis zu 300 Milligramm am Tag als gesundheitlich unbedenklich.

Bei E-Zigaretten und E-Shishas handelt es sich nicht um Tabakwaren im Sinne des Jugendschutzgesetzes. Deshalb greifen die darin enthaltenen strikten Verbote für diese Produkte bisher nicht.

  Artikel teilen
5 KommentareKommentar schreiben

Die Verbieteritis....: ...grassiert mal wieder. Ein Sommerpausenthema schon im Februar? Die Genossen sind echt früh dran dieses Jahr.

Kaffee: In der Literatur wird der Koffeingehalt einer Tasse Kaffee (150ml) mit 40-120mg angegeben, d.h. eine Tasse kann bereits mehr Koffein enthalten als eine Dose Energy Drink mit 250ml. Wann wird Kaffee also endlich verboten?

"Gigantische" Entscheidung der SPD zum "Wohle Deutschlands": Über diese neoliberale "Sigmar-Nahles-SPD" kann man nur noch den Kopf schütteln - kleingeistiger Kontrollwahn, populistisches Gemache, untertänige Merkelgefolgschaft, sozialdemokratischer "Besitzstandschutz", Überwachungsstaat im Dienste, Steuergeschenke für Großkonzerne und Banken. Wer soll DAS ALLES eigentlich "kontrollieren" und warum erhöht man nicht einfach die Steuern auf besagte Getränke? Oder sind die Getränke nur für 17-Jährige "schädlich"; und für 19-Jährige nicht?

aber sicher doch: Dann sollte man alles, was in irgendeiner Form gesundheitsschädigend sein könnte irre teuer machen, dann ist das Problem gelöst. Oh Herr, schmeiss Hirn vom Himmel.

Aktionismus: Hört endlich auf alle Welt retten zu wollen. Kümmert Euch erstmal um das wozu ihr gewählt wurdet und bezahlt werdet um Schulen, Infrastruktur, Staatsschulden. Weil ihr das nicht auf die Reihe kriegt, glaubt ihr wohl, ihr seid wichtig wenn ihr möglichst viele Vorschriften für die Bürger absondert.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.