Spielereien mit Licht Glitzernde Tropfen über einer Wasseroberfläche

Von SIR 

Jeder kennt diese Bilder von glitzernden Tropfen, die über einer Wasseroberfläche zu schweben scheinen. Solche Fotos sind mit etwas Know-how höchst einfach zu realisieren.

Als Kamera eignet sich jede Kamera mit einem Blitzschuh und der Möglichkeit,
Fokus und Blende manuell einzustellen. Foto: Franzis Verlag
Als Kamera eignet sich jede Kamera mit einem Blitzschuh und der Möglichkeit, Fokus und Blende manuell einzustellen.Foto: Franzis Verlag

Jeder kennt diese Bilder von glitzernden Tropfen, die über einer Wasseroberfläche zu schweben scheinen. Solche Fotos sind mit etwas Know-how höchst einfach zu realisieren.

Geeignete Brennweiten und Kameras

Sie benötigen als Erstes ein makrofähiges Objektiv mit längerer Brennweite. 80 mm Kleinbildbrennweite ist ganz in Ordnung, 90 mm oder 100 mm sind besser. Wenn es sehr viel länger wird, geht die Schärfentiefe in den Keller, und Sie müssen stark abblenden. Kürzer sollte das Objektiv aber auch nicht sein, damit man etwas Abstand zum Tropfen halten kann. Kommen Sie zu nah heran, wird die Frontlinse immer wieder nass.

Manuell auf die Tropfstelle fokussieren

Sobald das Wasser tropft, wird an die Tropfstelle ein Kugelschreiber gehalten, auf den manuell fokussiert wird, danach kann es losgehen. Der fotografische Anspruch beschränkt sich nun darauf, auf den Auslöser zu drücken und die Ergebnisse am Display zu begutachten. Was genau auf den Sensor kommt, ist blanker Zufall.

Eine brauchbare Schärfentiefe erzielen

Um eine brauchbare Schärfentiefe zu erreichen, sollte auf jeden Fall auf mindestens Blende 8 abgeblendet werden, bei Kleinbild ist auch Blende 16 eine gute Ansage. Denken Sie daran, dass Sie wirklich einen leistungsfähigen Blitz benötigen. Das im Beispiel verwendete Bild enthält große Schwarzanteile und reflektiert deshalb sehr wenig Licht. Der verwendete Blitz muss, da auch die Blende sehr weit geschlossen ist, mit voller Leistung arbeiten. Das bedeutet bei diesem Typ eine Blitzdauer von 1/200 Sekunde – zu wenig, um einen fallenden Wassertropfen immer scharf abzubilden. Durch eine Reduktion der Blitzleistung kann die Blitzdauer verkürzt und damit die Bewegungsunschärfe minimiert werden. Um die Blitzleistung wiederum zu reduzieren, kann die Reflexionsfläche näher an das Wasserbassin herangebracht oder auch – ganz einfach – ein anderes Bild verwendet werden.

Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von dem Franzis Verlag zur Verfügung gestellt.