Sportwetten Glücksspiel beschäftigt Regierungschefs
Thomas Breining, 09.09.2010 21:32 Uhr
 Foto: dpa
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""Wir wollen und brauchen das Monopol weiterhin.""
Kurt Beck, Ministerpräsident Rheinland-Pfalz



Tatsächlich breitet sich das Automatenspiel massiv aus. Der baden-württembergische Innenminister Heribert Rech (CDU) hatte vor einiger Zeit mitgeteilt, dass in der Zeit von 2000 bis 2008 im Südwesten die Zahl der Konzessionen zum Betrieb einer Spielhalle um 44,1 Prozent gestiegen sei. Standorte für Spielhallen gibt es 28,6 Prozent mehr, die Zahl der Spielgeräte habe im gleichen Zeitraum um 71,3 Prozent zugenommen. Je 6460 Einwohner gibt es im Südwesten eine Spielhalle. In solchen Hallen standen zum Stichtag 1. Januar 2008 rund 10.800 Automaten, in Gastronomiebetrieben weitere 8900. In den drei landeseigenen baden-württembergischen Spielbanken hingegen nur 470.

Beim Land geht man davon aus, dass das Glücksspiel Thema der Ministerpräsidentenkonferenz im Herbst sein wird. "Ziel bleibt, die Kriminalität zu bekämpfen und der Suchtgefahr zu begegnen; der Weg dahin muss ergebnisoffen diskutiert werden", sagt Baden-Württembergs Finanzminister Willi Stächele (CDU). Fest steht für ihn: "Der EuGH missbilligt nicht das Monopol an sich." Sein Ressort führt die Staatliche Toto-Lotto GmbH. Sie brachte an Lotteriesteuer und Zweckerträgen im vergangenen Jahr 368 Millionen Euro in den Landeshaushalt. Die drei Spielbanken des Landes in Stuttgart, Baden-Baden und Konstanz spielen für den Haushalt jährlich rund 32 Millionen Euro ein, die Süddeutsche Klassenlotterie etwa drei Millionen.
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