Sportwetten
Glücksspiel beschäftigt Regierungschefs
Thomas Breining,
09.09.2010 21:32 Uhr
Foto: dpa
""Wir wollen und brauchen das Monopol weiterhin.""
Kurt Beck, Ministerpräsident Rheinland-Pfalz
Der EuGH hatte am Mittwoch geurteilt, dass das Glücksspiel in Deutschland in nicht "kohärenter und systematischer Weise begrenzt" werde. Auf der einen Seite hätten die Länder ein Glücksspielmonopol. Es soll dazu beitragen, die Spielsucht in Grenzen zu halten, beschert ganz nebenbei der Staatskasse aber Milliardeneinnahmen. Auf der anderen Seite betreibe der Bund bei Kasino- oder Automatenspielen, die ein viel höheres Suchtpotenzial als Lotterien aufweisen, "eine Politik, mit der zur Teilnahme an diesen Spielen ermuntert wird", so der EuGH.
Der Bund muss einbezogen werden
Das verdeutlicht, dass die Länder die aufgeworfenen Probleme nicht alleine lösen können, sondern den Bund einbeziehen müssen. Hintergrund ist, dass die Spielverordnung des Bundes 2006 liberalisiert worden ist. Seither sind in Spielhallen mehr und schneller laufende Automaten möglich.
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