Sprachforscher adeln Neuschöpfung "Schland" kommt ins Wörterbuch

Von SIR/dpa 

Es war schon länger diskutiert worden. Jetzt ist klar: Die Wortschöpfung "Schland" kommt in ein Nachschlagewerk. Acht Jahre nach der Erfindung, wird dem Wort damit eine besondere Ehre zuteil.

Kollektiver Deutschland-Jubel - ein echtes Schland-Gefühl.  Foto: dpa
Kollektiver Deutschland-Jubel - ein echtes "Schland"-Gefühl. Foto: dpa

Es war schon länger diskutiert worden. Jetzt ist klar: Die Wortschöpfung "Schland" kommt in ein Nachschlagewerk. Acht Jahre nach der Erfindung, wird dem Wort damit eine besondere Ehre zuteil.

Mannheim - Acht Jahre nach der Sommermärchen-WM kommt die Wortschöpfung „Schland“ zu besonderen Ehren. Das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache (IDS) hat „Schland“ in sein Nachschlagewerk Neuer Wortschatz aufgenommen, wie eine Sprecherin des Projektes Lexikalische Innovationen der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Das Neuwörter-Nachschlagewerk definiert „Schland“ dabei wie folgt: „Deutschland als Land, dessen Bewohner ihre Fußballnationalmannschaft in einer Welt- oder Europameisterschaft feiern.“ Als Beispiele für eine typische Verwendung werden aufgeführt: „Schland rufen, Schland brüllen, Schland grölen, die inoffizielle WM-Hymne „Schland o Schland“, T-Shirts mit dem Aufdruck Schland, ein fröhliches Schland, Schland feiert“. Die Kommunikationssituation sei „meist mündlich“, der Stil umgangssprachlich und zur Entstehung heißt es „seit Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts in Gebrauch“.